Michael Gerber präsentiert Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Tourismusakzeptanz

Tagestourismus in Garmisch-Partenkirchen stößt nicht nur auf Begeisterung

Fußgängerzone GAP
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Der Ort Garmisch-Partenkirchen lebt vom Tourismus. Die GaPa Tourismus GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, diesen weiterzuentwickeln und hat die Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Meinung gefragt.
  • Franziska Pawel
    VonFranziska Pawel
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GAP – „Nur dort, wo der Einheimische sich wohlfühlt, tut es auch der touristische Gast.“ Von diesem Grundsatz ist Michael Gerber, Geschäftsführer der GaPa Tourismus GmbH, überzeugt. Die Tourismusakzeptanz der Einwohnerinnen und Einwohner ist deshalb Grundlage für die touristische Weiterentwicklung von Garmisch-Partenkirchen.

Um weitere strategische Überlegungen zum Thema Tourismus angehen zu können, führte die GaPa Tourismus GmbH zwischen dem 29. April und dem 11. Mai eine anonymisierte Bevölkerungsumfrage durch. Die Ergebnisse dazu stellte Michael Gerber nun gemeinsam mit Lars Bengsch, Geschäftsführer der dwif-Consulting GmbH, als Co-Kommentator, vor. Das Unternehmen dwif betreibt Marktforschung im Tourismus und begleitete GaPa Tourismus während der Durchführung und Auswertung der Umfrage.

Den digital und analog erhältlichen Fragebogen füllten 2.227 Menschen aus. An der Ergebnispräsentation im Festsaal Werdenfels nahmen allerdings nur rund ein Dutzend Besucher teil. Gerber war über die geringe Resonanz, sowohl vor Ort als auch digital vor den Bildschirmen, sichtlich enttäuscht.

Umfrageergebnisse

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass 8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner in Garmisch-Partenkirchen – ob Alteingesessene oder Neubürger – der Meinung sind, dass der Tourismus eine große Bedeutung für die Gemeinde hat. Als positiver Effekt des Tourismus werden die Steigerung des Ansehens und der Bekanntheit, die wirtschaftliche und infrastrukturelle Partizipation aller sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen angesehen.

Die jüngere Generation sieht das Ganze etwas kritischer. „Sie bewerten persönliche negative Auswirkungen des Tourismus deutlich negativer, als die für die Region“, erklärt Lars Bengsch.

Als sehr belastend nehmen Einheimische die Verkehrsprobleme (94 Prozent), die Preissteigerungen (81 Prozent) und das „unangemessene Verhalten der Gäste“ (74 Prozent) wahr.

Beim Thema Tagestourismus gibt es auch eine eindeutige Positionierung: 75 Prozent der Einheimischen wünschen sich hier eine Reduzierung. Hingegen sprechen sich bei den Übernachtungszahlen von Urlaubsgästen sogar 33 Prozent für eine leichte Steigerung aus. Als erfreulich beschreibt Gerber das Ergebnis, dass trotz der Belastungen 93 Prozent der Garmisch-Partenkirchner gerne hier leben.

Weiteres Vorgehen

GaPa Tourismus schließt aus den Ergebnissen, dass mit der Weiterentwicklung des Tourismus und der Lebensqualität des Ortes große Herausforderungen verbunden sind. Herausforderungen, die sie nicht alleine bewerkstelligen werden können. Michael Gerber will „miteinander arbeiten und Dinge bewegen.“

In Zukunft will GaPa Tourisms die Bürgerinnen und Bürger noch intensiver in touristische Fragen mit einbinden. Zudem soll das Interesse der Gäste an einheimischer Kultur geweckt werden. Auch geht für die GaPa Tourismus GmbH aus der Umfrage hervor, dass sie Möglichkeiten finden muss, um mit der jüngeren Generation verstärkt in den Dialog gehen zu können. Neue Mobilitätsangebote, digitale Informationssysteme und die Entwicklung eines nachhaltigen Konzepts zum Parkraummanagement stehen auch auf der Agenda.

Das zweite Themengebiet der Umfrage, dass sich mit dem emotionalen Thema Kongresshaus auseinandersetzt, wird im Zusammenhang mit dem geplanten Beteiligungsverfahren zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert. fzi

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