Tajik Rally: Zwei Burschen aus dem Landkreis fahren mit

Zwei Männer, ein Auto und 8000 Kilometer

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Dani (re.) und sein Freund Michi nehmen an der Tajik Rally am 3. September teil. Alles über die beiden und ihre Tour lest ihr auch auf www.bayrische-buam.de.tl.

Landkreis – Das ferne Duschanbe, die Hauptstadt von Tadschikistan. Eines der höchst gelegenen und unbekanntesten Alpinländer auf diesem Planeten. Da wollen Dani aus Seehausen und Michi aus Murnau hin. Sie nehmen nämlich am 3. September an der "Tajik Rally" teil. Sie nennen sich die „Bayrischen Buam“. Einige Sponsoren haben die beiden schon für ihre Reise begeistern können. Sie würden sich sehr über weitere Unterstützung freuen.

Zwei Männer, ein Auto und eine Strecke von 8000 Kilometern. Wie kommt man auf so ein Abenteuer? „Es war meine Idee,“, erklärt Michi, „ein Freund von mir ist diese Strecke schon einmal gefahren. Bei einem Bier haben Dani und ich uns über dieses Thema unterhalten und beschlossen, auch mitzumachen. Einige Zeit später suchten wir uns dann ein Auto, mit dem wir auch teilnehmen dürfen. Das Auto haben wir in Nürnberg abgeholt. Alle teilnehmenden Wagen müssen nach dem Jahr 2000 gebaut worden sein.“ 

Das sind nicht die einzigen „Spielregeln“, die beachtet werden müssen, wie zum Beispiel, dass das Lenkrad links sein muss. Getönte Fensterscheiben sind in Tadschikistan verboten (betrifft natürlich keine Standard Graukeil-/Grünkeil-Frontscheiben). Der Hubraum ist neuerdings unbegrenzt und es gibt gewisse Fahrzeugmarken, die nicht an der Rally teilnehmen können. Warum solche Vorgaben? „Alle Autos werden nach der Fahrt in Tadschikistan versteigert und das Geld geht an die Deutsche Caritas, die heimische Projekte vor Ort unterstützt“, erklärt Dani.

Organisiert wird die "Tajik Rall"y von „The adventure manufactory“. Die beiden Gründer Hugh, er arbeitete früher für die UN als Koordinator für humanitäre Projekte in Naturkatastrophengebieten, und Borris, Volkswirt und Bootsbauer, planen dieses Abenteuer aus Lust an der Freude und machen keinen Gewinn damit. Die Rallys werden nebenberuflich und ehrenamtlich von ihnen geplant.

Weitere Sponsoren gesucht 

Alle Teilnehmer zahlen eine Startgebühr von 750 Euro und Sponsoren können die Fahrer unterstützen. „Wir sind schon gut dabei. KERN Microtechnik, wo ich arbeite, war einer der Ersten, die uns geholfen haben. Nach und nach kommen neue Firmen hinzu“, berichtet Dani. Unter anderem finden sich auch Aufkleber vom Alpenhof Murnau, Karg Bräustüberl, KFZ-Werkstatt Miedanner, der Zeitschrift Melange sowie der Friseursalone Mayr und Bräu auf dem schwarz-orangen Wagen. Gerne hätten die „Bayerischen Buam“ noch ein paar Aufkleber mehr, damit sie ihre Reise und die damit verbundenen Kosten nicht komplett aus ihrer eigenen Tasche bezahlen müssen. „Es ist ja auch für einen guten Zweck. Unsere Startgebühr kommt Caritas International zugute und von dem Spendengeld werden unter anderem der Sprit, Visa und die hoffentlich nicht anfallenden Reparaturen bezahlt“, so Michi. Was übrig bleibt – wenn überhaupt – wird an Vereine gehen. Diese dürfen die beiden Fahrer dann bestimmen. So ist es auch auf der Homepage beschrieben. Wer die beiden Fahrer unterstützen möchte, kann sich gerne bei ihnen melden. Einfach eine E-Mail an: bayrische.buam@gmx.de. 

Mit dem Auto über das Pamir Gebirge 

8000 Kilometer werden die beiden zurücklegen und durch neun Länder fahren. Hoffentlich wird ihre Rallykiste es über das Pamir Gebirge schaffen, das ist mit 4655 Höhenmetern eine ganz schön spannenden Angelegenheit. „Unsere größte Angst ist, irgendwo in der Pampa stehen zu bleiben. Aber das sollte nicht passieren“, lacht Michi. Drei Wochen geben sich die beiden, das heißt, sie müssen jeden Tag um die 380 Kilometer zurücklegen, damit sie es pünktlich schaffen. „Wir freuen uns sehr darauf und es wird sicherlich ein unglaubliches Abenteuer für uns werden. Wir werden sicherlich einiges erleben, was auch auf unserer Facebook Seite (www.facebook.com/bayrischebuam/) zu sehen sein wird. Wir bedanken uns schon einmal bei allen, die uns so tatkräftig bei unserer Aktion unterstützen“, so Dani.

Das Auto wird am Ziel versteigert. Wie kommt man dann zurück? „Wir werden mit dem Flieger nach Hause fliegen. Gebucht haben wir noch nicht, da wir noch nicht genau wissen, wann wir ankommen. Diese Versteigerung der Wägen ist in Tadschikistan sehr beliebt, also mit unserem Auto kommen wir sicher nicht zurück“, lächelt Michi. Gute Reise und eine gesunde Wiederkehr!

Spenden für Projekte

Auf der Tajik Rally sammelt jedes Team mindestens 750 Euro für die Projekte der Deutschen Caritas und der Kinderstiftung Hänsel + Gretel in Deutschland. Die Tajik Rally sammelt mit ihren ambitionierten Rally-Teams Spenden für die karitativen Projekte von Caritas international und der Kinderstiftung Hänsel & Gretel. Mit diesen wichtigen Projekten unterstützen sie Kinder, Jugendliche und Familien, um eine bessere Zukunft für sie zu schaffen. Mit der Spende unterstützt der Spender über Caritas International lokale tadschikische Organisationen: Sie kümmern sich um Jugendliche, die aus Heimen kommen und eine berufliche Perspektive erhalten, um Kinder mit Behinderungen und um Kinder aus ärmsten Familien. Weitere Infos gibt es unter adventure-manufactory.com.

Von Alma Jazbec

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