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Teilerneuerung der Werdenfelser Kaserne liegen der Bataillonsführung in Murnau am Herzen

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 Trupp.
In der Kabine des Terrestrischen Übertragungssystems gibt es viel zu entdecken: Oberfeldwebel Matthias Schwarz (l.) präsentiert stolz seinen Trupp. © ITBtl 293

Murnau – Die Baumaßnahmen auf dem Kasernenareal des Informationstechnikbataillon 293 kommen leider nicht wie gewünscht und erforderlich voran. Bereits 2021 hätten die ersten Modernisierungen beginnen sollen. Zu verantworten hätten das die vielen bürokratischen Hürden, die notwendigen Genehmigungsverfahren der beteiligten Behörden des Bundes, des Landes und des Kreises, aber auch die hohe Auftragslast der Baufirmen, so Oberstleutnant Stefan Eisinger.

Der Bataillonskommandeur nutzte den Besuch der Bundestagsabgeordneten Carmen Wegge (SPD), unter anderem auch dazu, Infrastrukturthemen aktiv zu adressieren. Die Bauunterlagen für diverse Bauvorhaben in der Liegenschaft lägen bereits vor, nur ein erster Spatenstich für Neubauten sei immer noch nicht gemacht, merkte Eisinger an. Wegge bot ihre Unterstützung an: „Ich dachte, die Bundeswehr hat bei solchen Angelegenheiten Priorität“. Ein Brief an die unterschiedlichen Behörden solle nun den Baustart vorantreiben.

Zulagen für Ballungsräume

Auch der mangelnde bezahlbare Wohnraum in und um Murnau war Thema des Treffens. Laut Eisinger müssten sich Soldatinnen und Soldaten eine Wohnung in der Nähe ihrer Arbeitsstelle leisten können. Das sei hier in Bayern und vor allem im Alpenvorland schwierig. Für ihn die Lösung: Eine regionale Ergänzungszulage. Damit könne man die hohe finanzielle Last in den Ballungsräumen etwas verringern. Wegge zeigte sich engagiert und versprach dieses Thema, das derzeit auch im Deutschen Bundeswehrverband ganz oben auf der Agenda steht, mit in den Bundestag zu nehmen.

Gemeinsamer Auftrag verbindet

„Um unseren Auftrag, die Re-Fokussierung auf die Landes- und Bündnisverteidigung, professionell und schnell gerecht zu werden, brauchen wir Material und umfassend ausgebildetes Personal“, plädierte Eisinger. „Vollausstattung“ ist dabei ein wesentlicher Faktor. Zurzeit leide die verbandsinterne Aus- und Weiterbildung vor allem an fehlenden IT-Material. Dieses befindet sich, zu einem nicht unerheblichen Teil, in den Einsätzen der Bundeswehr beziehungsweise zur Sicherstellung der lehrgangsgebundenen Ausbildung an der IT-Schule der Bundeswehr in Pöcking.

Somit sind die IT-Systeme physisch nicht vor Ort in der Werdenfelser Kaserne, werden allerdings dringend für die Weiterbildung und Inübunghaltung der Soldatinnen und Soldaten gebraucht. „Die Informationstechnik ist ein „Enabler“ um Kräfte und Mittel führen zu können“, so Eisinger. Somit also auch ein wichtiger Bestandteil für andere Truppenteile, um diese zur Wirkung zu bringen. Von dem, was das Bataillon alles zu bieten hat, konnte sich die junge Politikerin selbst überzeugen: „Sehr spannend. Nur schade, dass erst mein Status als Bundestagsabgeordnete mir heute diesen Einblick ermöglicht hat“. Sonst sei dies nicht so einfach für den Normalbürger möglich. „Wir können viel zeigen, wir haben nichts zu verbergen“, entgegnet Eisinger und versprach sich für mehr „Bürgernähe“ in der Region aktiv einzusetzen. kb

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