Ein Thron für das Ei: Osterausstellung im Museum Aschenbrenner

Der Eierbecher ist keine moderne Erfindung, im Gegenteil. Schon ein Mosaik aus dem dritten Jahrhundert vor Christus, zu sehen im türkischen Antiochia, zeigt deutlich zwei Eierbecher auf einem Tablett. Trotzdem kam das kleine Tischgerät in Europa erst im 17. Jahrhundert in Mode. Seitdem hat sich eine enorme Vielfalt an Eierbechern entwickelt. Eine Auswahl von rund 1000 Stücken ist ab 20. März im Museum Aschenbrenner in Garmisch (Loisachstraße ) zu sehen. Das wahrscheinlich älteste Stück, ein hölzerner Becher, ist rund zweihundert Jahre alt. Die modernsten entstammen unserem Jahrhundert.

Dazwischen liegen ganze Eierbecher-Welten: von Eierbechern für quer liegende Eier über ganze Menagen (Eierbechersets mit einem Gestell für mehrere Becher, Löffel und Salzfässchen) bis zu skurrilen Einzelstücken. Zusammengetragen hat die Becher der Sammler Christian Hörter aus Weilheim. Die Sammelleidenschaft hat ihn mehr zufällig gepackt: Als er mit seiner Frau auf einem Flohmarkt einen modernen Eierbecher sah, der einen witzigen Kontrast zu zwei alten Eierbechern aus dem Familienbesitz darstellte. Von da an ging das Ehepaar Hörter mit geschärftem Blick durch Antiquitätenmessen, Flohmärkte und später auch virtuell durch’s Internet. Rund 3000 Eierbecher kamen auf diese Weise den Besitz des Weilheimers. Die Ausstellung im „Museum Aschenbrenner“ zeigt eine Auswahl aus Hörters Sammlung. Anhand beispielhafter Exemplare wird die Geschichte des Eierbechers ebenso erklärt wie die verschiedenen Materialien, Formen, Dekors und Hersteller. Museumsleiterin Karin Teufl freut sich, dass das Museum damit auch in diesem Jahr wieder eine farbenfrohe Oster-Ausstellung zeigen kann. Die vielfältigen, stilvollen, witzig-skurrilen und bunten Exponate sollen vom 20. März an bis 19. April große und kleine Museumsbesucher erfreuen. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag und Ostermontag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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