30-jähriger Bergsteiger bei Gratüberschreitung abgestürzt

Tödlicher Bergunfall im Ammergebirge

Hubschrauber am berg
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Ein Polizeihubschrauber entdeckte den abgestürzten Bergsteiger, für den jede Hilfe zu spät kam.

Ammertal - Ein 29-jähriger Bergsteiger aus dem Raum Landsberg war am Sonntag allein zu einer Bergtour aufgebrochen. Als er sich nicht mehr meldete, brachte ein großangelegte Suchaktion die traurige Gewissheit.

Am Sonntag, im Laufe des Nachmittags, kam ein 30jähriger Bergsteiger aus dem Raum Landsberg am Lech bei einer Gratüberschreitung vom Brunnenkopf in Richtung „Kleiner Klammspitze“ ums Leben. Er stürzte aus noch ungeklärter Ursache in steilstem Gelände über eine weite Strecke ab und erlag dabei seinen Verletzungen.

Der junge Mann war am späten Vormittag von Linderhof alleine zu seiner Bergtour aufgebrochen. Als er nach 16 Uhr nicht mehr erreichbar war, wurde die Integrierte Leitstelle Oberland per Notruf verständigt. An den sofort eingeleiteten Suchmaßnahmen waren die Bergwachten des Ammertales, Oberammergau, Unterammergau, Bad Kohlgrub, die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, zwei Polizeihubschrauber und die Feuerwehr Oberammergau beteiligt. Insgesamt 35 Personen waren im Einsatz.

Gegen 20 Uhr wurde der Vermisste mit Hilfe einer Wärmebildkamera von der Besatzung des Polizeihubschraubers entdeckt. Das Erreichen des Vermissten gestaltete sich sehr schwierig. Einsatzkräfte der Bergwacht zu Fuß waren zu erst an der Unglücksstelle, wenig später der Notarzt und ein weiterer Bergretter mit Hilfe des Polizeihubschraubers. Vor Ort konnte nur noch der Tod des Bergsteigers festgestellt werden. Die anschließende Bergung wurde mit Hilfe des Polizeihubschraubers durchgeführt. Über die näheren Umstände des Unfalles ist noch nichts bekannt. Die polizeilichen Ermittlungen werden von einem Polizeibergführer der Polizeistation Oberammergau geführt. (kb)

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