49-jähriger Mann aus München verunglückt

Tödlicher Canyoningunfall in der Finzbachklamm bei Krün

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Es wird stark angenommen, dass der verunglückte Mann bei der Canyoning-Tour in der Finzbachklamm alleine unterwegs war. Leider kamen alle Rettungsmaßnahmen zu spät.

Vermutlich am späten Freitagvormittag kam es in der Finzbachklamm in der Nähe von Krün zu einem tödlichen Unfall.  Gegen 13.30 Uhr entdeckte eine Canyoninggruppe, die dort unterwegs war, in einem Becken unterhalb der letzten Abseilstelle eine leblose, männliche Person. Diese trieb reglos in der Strömung des Beckens. Mitglieder der Gruppe setzten einen Notruf ab, seilten sich in das Becken ab, konnten aber kein Lebenszeichen bei dem Mann feststellen.

Die Bergung der Person aus dem Becken gelang erst mit Hilfe des Rettungshubschraubers „Christoph Murnau“ und den Einsatzkräften der Bergwacht Krün. Reanimation und weitere ärztliche Maßnahmen blieben erfolglos, es konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Die Ermittlungen zur Identität ergaben, dass es sich dabei mit höchster Wahrscheinlichkeit um einen 49-Jährigen aus München handelt. Es wird stark angenommen, dass er sich am Morgen alleine in die Klamm begeben hat. Bei der Strecke handelt es sich um einen Wander- und Abseilcanyon leichter bis mittlerer Schwierigkeit. Er erreichte vermutlich die letzte Steilstufe, bevor der Finzbach in seinen flachen Auslauf übergeht. Dort richtete er noch die letzte Abseilstelle ein.

Was dann genau passierte und was zu dem tragischen Unfall führte, ist bislang noch ungeklärt. Alles deutet derzeit aber auf einen alleinbeteiligten Unfall hin. Die abschließende Bergung des Toten und die polizeilichen Ermittlungen vor Ort wurden von zwei Polizeibergführern (Sachbearbeiter Canyoning) und dem Polizeihubschrauber "Edelweiß 2" durchgeführt. An dem aufwändigen Einsatz waren insgesamt 36 Rettungskräfte der Bergwachten Krün, Mittenwald, der Wasserwachten Krün und Garmisch-Partenkirchen, des Kriseninterventionsdienstes der Bergwacht sowie der Polizei beteiligt. kb

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