42-Jähriger stirbt nach Frontalzusammenstoß

Tödlicher Verkehrsunfall auf der B2

+

Landkreis – Nach einem schweren Verkehrsunfall am Samstag auf der B2 starb ein Mensch an den Folgen seiner Verletzungen.

Der Unfall ereignete sich gegen 15.39 Uhr auf der B2 zwischen Oberau und der Anschlussstelle zur A95. Ein 79-jähriger Rentner aus Thüringen fuhr mit seiner 78-jährige Ehefrau Richtung Oberau. Zeitgleich war ein 42-jähriger Familienvater aus dem Landkreis Esslingen/Baden-Württemberg in der entgegengesetzten Richtung unterwegs. Bei ihm befanden sich seine 36-jährige Ehefrau und deren gemeinsames 6-jähriges Kind.

Zum Zusammenstoß kam es, dem vorläufigen Ermittlungsstand der Polizei nach, da der 79-Jährige im Bereich einer Rechtskurve zu einem Überholmanöver ausscherte und den entgegenkommenden Pkw des Familienvaters übersah. Beide Fahrzeuge krachten frontal aufeinander. Eine 23-jährige Frau aus Großweil konnte mit ihrem Pkw nicht mehr ausweichen und fuhr auch noch in die Unfallstelle. Durch die Wucht des Aufpralls wurde eines der Fahrzeuge auf das nebenan befindliche Gleisbett der Bahnverbindung München-Innsbruck geschleudert.

Mehrere Personen wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten durch die Feuerwehr befreit werden.

Der 42-Jährige kam zwar noch schwer verletzt in ein nahe gelegenes Krankenhaus, verstarb hier jedoch kurze Zeit später. Der 79-Jährige erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Vier weitere Menschen wurden leicht verletzt. Alle Verletzten wurden in Krankenhäuser in der Umgebung gebracht. 

An den drei Fahrzeugen entstand Totalschaden, die Schadenssumme wird vorläufig auf 20.000 Euro geschätzt. Die zuständige Staatsanwaltschaft beim Landgericht München II ordnete zur Feststellung des genauen Unfallhergangs ein unfallanalytisches Gutachten an.  

Für die Unfallaufnahme und die Arbeiten der Gutachter sowie für die anschließenden Bergungsmaßnahmen musste die B2 zwischen der A95 und Oberau für fast sieben Stunden komplett gesperrt werden. Auch der Zugverkehr war aufgrund des Unfalls beeinträchtigt, da die Züge an der Unfallstelle zunächst gar nicht mehr, später dann nur mit stark verminderter Geschwindigkeit vorbeifahren konnten. 

An der Unfallstelle waren insgesamt 40 Feuerwehrkräfte der Feuerwehren Oberau, Partenkirchen, Eschenlohe, Großweil und Murnau im Einsatz, zudem noch Kräfte des Rettungsdienstes mit Hubschrauber und mehreren Notarztfahrzeugen.

Großes Lob gebührt den umliegenden Feuerwehren - zusätzlich zur Rettung und Bergung - und den Kräften der Straßen- und Autobahnmeisterei, die eine weiträumige Umleitung (schon ab Murnau) aufbauen und sich aufgrund des starken Verkehrs und langen Staus viele unmutige Kommentare der Fahrzeugführer anhören mussten. Zudem harrten sie bei starkem Nieselregen bis zu sieben Stunden unerschütterlich auf ihren Verkehrsposten aus. Dafür möchte sich die Verkehrspolizeiinspektion in Weilheim als sachbearbeitende Dienststelle ausdrücklich bedanken.

von KB

Auch interessant

Kommentare