Biathlon-Königin bedankt sich bei ihren Fans

Tolles Abschiedsrennen von Laura Dahlmeier auf Schalke

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Laura Dahlmeier bedankt sich nach ihrem Abschlussrennen auf Schalke bei ihren Fans.

Die deutsche Biathlon-Königin Laura Dahlmeier lieferte im letzten Rennen ihrer Karriere eine beeindruckende Leistung ab. Der Sieg ging bei der World Team Challenge auf Schalke aber an ein norwegisches Duo.

Mit ihrer starken Schießleistung provozierte die Partenkirchnerin beim Abschiedsrennen Fragen nach einem Comeback. Doch die blockte die zweifache Biathlon-Olympiasiegerin ab, genoß einen „brutal schönen Tag“ und fuhr im Partybus heim. Als Laura Dahlmeier das letzte Mal in ihrer Karriere die Ziellinie passierte, erhob sich das begeisterte Schalker Publikum geschlossen von seinen Sitzen. Mit dem vierten Platz bei der World Team Challenge auf Schalke verabschiedete sich die treffsichere „Frührentnerin“ vor 46.412 Zuschauern in der ausverkauften Fußballarena in Gelsenkirchen spektakulär von der internationalen Biathlon-Bühne. 

Der Sieg bei der 18. Auflage des Showevents ging an Marte Olsbu Röiseland und Vetle Sjastad Christiansen aus Norwegen. Dahlmeier, die im Anschluss an die vergangene Saison zurückgetreten war, ließ beim Massenstart- und Verfolgungsrennen gemeinsam mit ihrem kurzfristig eingesprungenen Mixed-Partner Philipp Nawrath (Erik Lesser war erkrankt) das zweite deutsche Duo bestehend aus Denise Herrmann und Benedikt Doll hinter sich, das nur Neunter wurde.

Auf den Tag genau sechs Jahre zuvor hatte Dahlmeier schon einmal den Jubel zigtausender Fans auf Schalke genießen dürfen, als sie mit Florian Graf auf dem aus der Neusser Skihalle herangekarrtem Schnee gewann. Es war das erste Ausrufezeichen eines aufstrebenden Talents. „Ich habe das Gewehr im Frühjahr in den Waffenschrank gelegt und es dann einige Monate gar nicht mehr angeschaut“, sagte sie nun. Erst an Heiligabend habe sie die Waffe aus dem Schrank geholt und noch schnell zwei Trainingseinheiten eingelegt. 

Das deutsche Damen-Team hat einen Saisonstart ohne Podestplatzierung hingelegt und nun geht es im Januar zu den Heim-Weltcups in Oberhof und Ruhpolding. In der Weltcup-Gesamtwertung steht nach sieben Wettkämpfen keine deutsche Athletin unter den besten zehn. „Laura war durch ihre sportlichen Erfolge die unangefochtene Nummer eins. Deswegen müssen wir jetzt aber nicht künstlich eine neue Frontfrau präsentieren“, sagte Herrmann. Wenn eine Athletin mal nicht gut drauf sei, springe eben eine andere in die Bresche. „Es ist gut, wenn man als starkes Team auftritt. Ich denke, dass wir durch die Gruppendynamik immer mehr in Fahrt kommen und bei den Heim-Weltcups dann zeigen, was wir drauf haben.“ Beim letzten Weltcup in Frankreich gab es schon einen Aufwärtstrend. Auf Schalke musste der Deutsche Skiverband beim traditionellen Spektakel, für das es keine Weltcuppunkte gibt, somit weiter auf den vierten Sieg eines einheimischen Paares warten. Den bisher letzten Triumph hatten 2016 Simon Schempp und Vanessa Hinz eingefahren – doch das war beim Abschlussrennen einer ganz großen Sportlerin nur Nebensache. tf

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