Tunnel Oberau

"B2 neu, Sprengung!"

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Das wird laut! MdL Harald Kühn hält sich schon mal die Ohren zu. Verkehrsminister Alexander Dobrindt durfte die Sprengung vornehmen. An seiner Seite Projektleiter Karsten Läufer.

Oberau – Zum zweiten Mal durfte Verkehrsminister Alexander Dobrindt den Sprenghebel umlegen. „Tunnel Oberau, B 2 neu, Sprengung!“, rief er. Dann krachte es und weitere vier Meter des Tunnelvortriebs sind geschafft.

Der „Wumms“ war letztes Jahr deutlich stärker, aber da war der Tunnel auch erst bei knapp 700 Metern. Am Dienstag fuhren der Minister sowie MdL Harald Kühn, Oberaus Bürgermeister Peter Imminger und Projektleiter Karsten Läufer mehr als zwei Kilometer in den Tunnel hinein, um eine weitere Sprengung für den nächsten Abschnitt durchzuführen. „Das Schlimmste haben wir hinter uns“, sagt Professor Wolfgang Wüst, Chef der zuständigen Autobahndirektion Südbayern. „Wir können uns nun den Schweiß von der Stirn wischen.“ Es gab eine schwierige Passage, nämlich durch das Gießenbachtal. Die Baustelle läuft außerordentlich gut, meint Projektleiter Karsten Läufer. „Das ist bei dieser Art von Baustelle nicht selbstverständlich“. 

Dobrindt sorgt für Lärm

Dobrindt war sichtlich stolz auf das Erreichte. „Es wird hier super gearbeitet“, sagt er und fügt hinzu: „Es ist zur Zeit die spannendste Baustelle in Bayern. Nicht nur weil das Projekt 200 Millionen Euro kostet, sondern weil die Fertigstellung sehnsüchtig erwartet wird, und das nicht nur von den Oberauern und Garmisch-Partenkirchnern.“ Außerdem wird der Tunnel in Oberau der längste in Bayern werden.

Tag der offenen Tür 

Letztes Jahr gab es schon einen Tag der offenen Tür. Die Gemeinde hatte viele interessierte Bürger vor Ort. Heuer gibt es wieder einen: Samstag, 22. Juli. Mitte Oktober, spätestens Anfang November, wird dann richtig gefeiert: Dann steht der erste Durchbruch in der Weströhre an. Bereits in diesem Sommer, erklärt Läufer, beginnt dann der Innenausbau. Dazu gehören auch Sohle-Sprengungen. 

2021 soll der Tunnel feierlich eröffnet werden. Nach dem erfolgreichen Abschlag übergab Dobrindt, so der Brauch bei einer „Fremd“-Sprengungen, eine Kiste Ettaler Bier an die Mineure. Prost!

Von Alma Jazbec

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