Tunnelanschlag am 7. Februar 

Startschuss für den Kramertunnel rückt näher

Kramertunnel
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Die Experten: (v.l.) Raphael Zuber, Nadine Heiß, Werner Hüntelmann und Uwe Fritsch vom Staatlichen Bauamt Weilheim standen Rede und Antwort.

GAP – Seit vergangenem Jahr ist wieder Bewegung in die Sache gekommen.  Bei dem offiziellen Tunnelanschlag für den Kramertunnel wird auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer anwesend sein. Der Start für ein lange umstrittenes Projekt.

Die Ortsumgehung von Garmisch-Partenkirchen mit dem Kramertunnel ist eines der wichtigsten Straßenbauprojekte in der Region. Zur Information der Anwohner von Garmisch-Partenkirchen führte das Staatliche Bauamt Weilheim Anfang Januar in der Bayernhalle Garmisch eine öffentliche Informationsveranstaltung durch. Das Interesse war groß, denn schließlich hat der Kramertunnel bereits eine lange Planungsgeschichte und musste „so manchen Stolperstein“ aushalten, wie Behördenleiter Uwe Fritsch es formuliuerte. Bereits seit 1970 beschäftigt sich seine Behörde mit der Realisierung des Tunnels. Ausgebremst wurde das Projekt durch eine Klage des Bund Naturschutz sowie den Baustopp beim Erkundungsstollen. Hier war man auf Lockergestein gestoßen. 

Bis 2024 soll der Tunnel fertig sein 
Am Freitag, 7. Februar, wird der offizielle Tunnelanschlag mit Minister Scheuer stattfinden. Dies ist der Startschuss für den 3,6 km langen Tunnelbau. 2024 soll der Kramertunnel fertig sein. Ein ehrgeiziger Zeitplan.
Der Tunnelvortrieb beginnt Anfang Februar im Norden, kurze Zeit später soll es auch im Süden losgehen. Wegen des harten Gesteins (Hauptdolomit) wird der Vortrieb nur mittels Sprengung möglich sein. Lediglich im Bergsturzbereich in der Nähe des Schmölzersees werden Bagger zum Einsatz kommen. Um den Zeitplan einzuhalten, wird die Baustelle 24 Stunden lang in Betrieb sein. Die Sprengungen aber sind zeitlich beschränkt.
Das ausgebrochene Material, den sogenannten Aushub, transportiert die beauftragte Fachfirma in Zwischenlager, von dort aus im Norden weiter über die B2, im Süden über die B 23. Der Großteil wird rausgefahren. Mitte 2022, so kalkulieren die Experten, kann dann mit der Betonage der Innenschale gestartet werden und ab Herbst 2023 folgt der Einbau der Betriebstechnik. tra

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