Magdalena Neuner war als Patin beim "Tunnel-Anschlag" dabei

"Glück auf" für den Tunnelbau Oberau

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Eishockeyspieler des SCR standen Spalier. Hintere Reihe (v.l.): Karsten Läufer (Projektleiter ARGE Tunnel Oberau), Albrecht Gunzenhauser (Geschäftsführer der Marti Deutschland GmbH), Dekan Andreas Lackermeier, Pfarrerin Irene Konrad (verdeckt). Vordere Reihe (v.l.): MdL Florian Streibl, Dr.Ing.Wolfgang Wüst (Präsident Autobahndirektion Südbayern), Oberaus 1. Bürgermeister Peter Imminger, Magdalena Neuner, Prof.Dr.-Ing. Uwe Willberg ( Autobahndirektion Südbayern) und Landrat Anton Speer.

Oberau – „Scho ganz schee laut, a bissl lauter wie mein Kleinkaliber“, stellte Magdalena Neuner lachend nach dem gewaltigen Knall der Sprengung fest. Die Biathletin durfte als Tunnel-Patin für die Ortsumfahrung Oberau den „Tunnel-Anschlag“, wie man die erste Sprengung nennt, auslösen. „Jetzt geht es richtig los“, freut sich Oberaus Bürgermeister Peter Imminger. Auch für die Tunnelbauer ist dieser Termin bedeutender als der Spatenstich, „denn ab jetzt geht es rein in den Berg“, erklärt Albrecht Gunzenhauser, Geschäftsführer der Marti Deutschland GmbH.

„Wir gehen dahin, wo noch nie ein Mensch gewesen ist.“ Die Arbeit ist anspruchsvoll und gefährlich. Zwei Röhren über drei Kilometer Länge schlagen über hundert Mineure, Sprengmeister und Maschinisten in den Berg. Die Gäste der Anschlag-Feier standen knöcheltief im „Batz“. Laut den Experten ein Indiz dafür, wie schwierig die Geologie ist, mit der die Arbeiter zu tun haben. Gesprengt wird in kleinen Abschnitten. In einem Schrein am Tunneleingang wacht die geschnitzte Holzfigur der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, über den Tunnel-Bau. Zuvor wurde die Figur sowie eine kleinere, identische Ausgabe für Tunnel-Patin Neuner, und das gesamte Bauvorhaben in einer ökumenischen Zeremonie durch die beiden Geistlichen Dekan Andreas Lackermeier und seine evangelische Kollegin Irene Konrad geweiht. Magdalena Neuner versprach, künftig immer am 4. Dezember, dem Gedenktag der Heiligen Barbara, auf der Baustelle vorbeizuschauen und für das leibliche Wohl zu sorgen. Der Präsident der Autobahndirektion Südbayern, Dr.-Ing. Wolfgang Wüst, erzählte, dass schon während seines Studiums vor 30 Jahren von einer Umfahrung für Oberau die Rede war: „Jetzt geht es endlich los.“ Bürgermeister Peter Imminger dankte allen, die sich für den Bau des Tunnels eingesetzt haben, besonders auch der Bürgerinitiative VEO. Der Oberammergauer Landtagsabgeordnete Florian Streibl findet es „prima“, dass die Bauarbeiten begonnen haben. Die Umfahrung verbessere die Lebensverhältnisse im ganzen Landkreis. Im Jahr 2021 soll das Projekt fertiggestellt sein.

Von Lilian Edenhofer

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