"Es war ein turbulentes Jahr" – Neujahrsempfang im Mittenwalder Offiziersheim mit Kommandeur und Generalsekretär

Von links: Bürgermeister Adi Hornsteiner, seine Frau Gabriele, Kommandeur Günter Görsch, Landrat Harald Kühn und Generalsekretär Alexander Dobrindt. Foto: Wehmeier

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KORNELIA WEHMEIER, Mittenwald – Traditionsgemäß erklangen zum gemeinsamen zwölften Neujahrsempfang der Marktgemeinde Mittenwald und der Bundeswehr im Offiziersheim Fanfarenklänge der Alphornbläser des Gebirgsmusikkorps. Das vorausgegangene Begrüßungsdefilee war lang, und an Bürgermeister Adolf Hornsteiner und Gattin Gabriele sowie Günter Görsch, Kommandeur der Gebirgs- und Winterkampfschule, „zogen“ ca. 350 eingeladene Gäste aus Politik, Bundeswehr, Wirtschaft, der Landkreis- und Ortsprominenz vorbei, um dann im großen Saal auf die Begrüßung des Kommandeurs und des Bürgermeisters zu warten. Unter den Gästen waren auch der sichtlich schlanke CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, Landrat Harald Kühn, MdL Martin Bachhuber, die Geistlichkeit mit dem katholischen Militärdekan Msgr. Reinhold Bartmann und seinem Stellvertreter, dem ehemaligen Standortpfarrer von Mittenwald, Alfons Hutter, der jetzige katholische Militärpfarrer Norbert Sauer und sein evangelischer Kollege, Gemeindepfarrer Wolfgang Scheel. „Es war ein spannendes und teilweise turbulentes letztes Jahr“, resümierte Günter Görsch in seiner Ansprache. Das habe zum einen mit dem hoffnungsvollen „arabischen Frühling“ zu tun. Aber vor allem haben die Euro- und Finanzkrise und die Entscheidungen zur Neuausrichtungen der Streitkräfte, die mit einer grundlegenden Reform der Bundeswehr verbunden sind, das Jahr geprägt. In diesem Zusammenhang dankte Kommandeur Görsch Generalsekretär Alexander Dobrindt und Bürgermeister Adolf Hornsteiner für ihr Engagement und ihre Hilfe bei der Standortentscheidung für die Gebirgsjäger. Es sei ihm ein ehrliches Anliegen auch allen anderen, ob politisch oder zivil, für ihren Beistand im Kampf um den Erhalt des Mittenwalder Bundeswehrstandortes ein herzliches Vergelt’s Gott zu sagen. Mit Freude habe er dabei auch festgestellt, dass die Soldaten und ihre Familien nicht als bloßer Wirtschaftsfaktor angesehen werden, sondern einen aktiven Bestandteil des öffentlichen Lebens bildeten. Görsch lobte die positive, konstruktive Zusammenarbeit zwischen den zivilen und militärischen Dienststellen, auch mit den Kommunen, Behörden und Vereinen im Landkreis und Oberen Isartal. Für das Jahr 2012 plant man die erstmalige Durchführung eines internationalen Gebirgskampf-Lehrganges in englischer Sprache und für den Herbst ein multinationales Symposion unter dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ zum gemeinsamen Verständnis aller Truppenteile. Seine Neujahrsrede im Offiziersheim begann Bürgermeister Hornsteiner mit einem musikalischen Zitherspiel „Abend am Traunsee“, um danach festzustellen, dass dies der vierte Neujahrsempfang seiner Amtszeit ist. Für den Bürgermeister persönlich war 2011 ein trockenes, warmes Jahr, doch politisch sei es sehr nass gewesen und man hätte viele (Rettungs-)Schirme für die hoch verschuldeten Länder gebraucht. Die Finanzwelt sei aus den Fugen geraten, nur in Bayern strebe man einen schuldenfreien Haushalt an. In Mittenwald wurde mit der Ortskernsanierung viel geschaffen, dazu die Erweiterung der Grund- und Hauptschule zur Mittelschule mit einem großen Bildungsangebot. Die Vergrößerung der Geigenbauschule und für den Tourismus der gemeinsame Internetauftritt der „Alpenwelt Karwendel“ sei ein großer Schritt nach vorn. Auch für die noch anstehenden Projekte habe er für 2012 ein gutes Gefühl und fange mit dem Jahr positiv an. Hornsteiner dankte an dieser Stelle auch allen Bürgerinnen und Bürgern und Vereinen für die stets gute Zusammenarbeit und für die Geduld bei den wochenlangen Straßenarbeiten. Mit einem Zitat von Henry Ford beendete Bürgermeister Hornsteiner seinen Neujahrsansprache: „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg.“

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