Besuch des Umweltministers Thorsten Glauber bei der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus

Klimaforschung auf der Zugspitze

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Das kurz unter dem Gipfel der Zugspitze gelegene Schneefernerhaus ist die höchst gelegene Umweltforschungsstation in Deutschland.

GAP– Besonders in den Alpen sind die Auswirkungen des Klimawandels auf äußerst greifbare Weise wahrnehmbar – der starke Rückgang der Gletscher und gravierende Fels- und Bergstürze aufgrund der Erwärmung der Perma­frostböden sind drastische Beweise für das fortschreitende Ansteigen der Temperatur. In den vergangenen 100 Jahren ist die Durchschnittstemperatur in den Alpen um 2° C angestiegen – verglichen mit dem globalen Durchschnitt um das Doppelte.

Um die Prozesse zu verstehen, die den klimatischen Veränderungen zu Grunde liegen und angemessene Maßnahmen ergreifen zu können, ist die Höhen- und Klimaforschung im Alpenraum ein wichtiges Instrument. Die kurz unterhalb des Zugspitzgipfels gelegene Umweltforschungssta­tion Schneefernerhaus (UFS) verfügt über eine weltweit einzigartige Plattform zur kontinuierlichen Beobachtung physikalischer Eigenschaften der Atmosphäre. Dort werden zudem wetter- und klimawirksame Prozesse analysiert. Die Ergebnisse dieser Analysen bieten die Grundlage für eine Beschreibung der aktuellen Situation sowie für eine Prognose über die künftige Entwicklung unseres Klimas.

Umweltminister Thorsten Glauber betonte bei seinem Besuch auf dem Schneefernerhaus: „Klimaschutz braucht Klimaforschung. Wenn wir wirksam auf den Klimawandel rea­gieren wollen, müssen wir ihn verstehen.“ Seit dem Jahr 2005 hat die Staatsregierung die UFS daher mit über zehn Millionen Euro gefördert. „3,3 Millionen Euro sind nun zusätzlich für die Realisierung von Forschungs- und Infrastrukturprojekten auf der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus im Entwurf des Doppelhaushalts 2019/2020 vorgesehen“, erklärte der Umweltminister. „Wir wollen die Klimaforschung auch in Zukunft weiter voranbringen und das Schneefernerhaus als Forschungsstandort ausbauen. Mit Deutschlands höchstem Drohnen-Startplatz wollen wir an der Spitze der Forschung bleiben“, fügte Glauber hinzu. Sein Besuch diente unter anderem auch dem Zweck, sich über den Einsatz von Drohnen in der Umweltforschung zu informieren, durch welche das Messspektrum der UFS neuerdings erheblich erweitert wurde.

Von Conie Morarescu

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