Rechtsurteil des Amtsgerichts Garmisch-Partenkirchen 

Unfall bei illegalem Autorennen: Verantwortliche werden jetzt zur Rechenschaft gezogen

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Gegen die Verantwortlichen des Unfalls in der Bahnhofstraße, der 2018 durch ein illegales Autorennen verursacht wurde, wurde jetzt das Urteil am Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen gesprochen.

Durch das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen wurden jetzt die Urteile im Verfahren zu einem illegalen Autorennen verkündet. Angeklagt waren zwei damals 23- und 26-jährige Garmisch-Partenkirchner, die sich auf der Bahnhofstraße Anfang August 2018 mit ihren Pkws ein Rennen lieferten und dabei einen Verkehrsunfall verursachten.

Gegen beide wurden wegen fahrlässiger Gefährdung bei der Teilnahme an verbotenen Autorennen in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung die Urteile gesprochen. Der Vorfall hatte für Bestürzung in der Bevölkerung gesorgt. Am 8. August 2018 war in der Bahnhofstraße ein Daimler CLK frontal in die Beifahrerseite eines VW-Busses gestoßen. Ein 30-jähriger Mann aus Grainau wollte von der Bahnhofstraße nach links in die Angerstraße abbiegen. Zum selben Zeitpunkt fuhren zwei hochgetunte Autos nebeneinander die Bahnhofstraße in Richtung Westen. Nach Zeugenangaben beschleunigten die beiden Fahrer ihre Autos an der Ampelkreuzung Wettersteinstraße wie beim Start eines Rennlaufes. Der Daimler kollidierte schließlich mit dem abbiegenden VW-Bus. 

Der Unfallverursacher und der andere Rennteilnehmer erhielten jeweils eine Geldstrafe in Höhe von mehreren tausend Euro. Zudem wurden beide mit mehrmonatigen Fahrerlaubnissperren belegt. In der Regel ist es bei derartigen Verstößen obligatorisch, dass durch die Fahrerlaubnisbehörde eine Überprüfung der Fahreignung (MPU) angeordnet wird. kb

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