Markt Murnau überdenkt Sicherheitskonzept

Unfall überschattet Murnauer Leonhardiritt

Murnau/Froschhausen – „Der Unfall ist einfach passiert. Die fünf Verletzten wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Ihnen geht es aber wieder gut. Sie sind alle zu Hause“, erklärte Georg Götz, der Vorsitzende des Leonhardivereines Froschhausen, auf Anfrage des Kreisboten. 

Beim Leonhardiritt in Froschhausen waren am Dienstag zwei Kaltblüter, die ein Gespann gezogen hatten und im Matsch stecken geblieben waren, außer Kontrolle geraten. Dabei wurden laut Polizei aber sieben Menschen, darunter zwei Kinder, verletzt. Eine 29-jährige Mutter rettete ihr eineinhalbjähriges Kind gerade noch aus dem Wagen. Dieser wurde komplett überrollt. Ihr Sohn wurde anscheinend von einem Hinterrad erfasst. Er erlitt nach Angaben der Polizei eine Fußverletzung, Gehirnerschütterung und Prellungen. 

Auch Joachim Loy, Dienststellenleiter bei der Murnauer Polizei, bestätigte, dass alle Verletzten wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden sind. Einige Wunden mussten genäht werden und es gibt noch Prellungen auszukurieren, sagte er. 

Der Führer der Kutsche ist ein 44-jähriger Mann aus Spatzenhausen. Ihn erwartet eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung. Den Fahrer treffe wohl keine Schuld. „Er hätte an der Stelle auch nichts anders machen können. Es sind eben Tiere“, erklärte Loy. 

Auf die Frage, ob sich denn die Sicherheitsauflagen für den Leonhardiritt in Zukunft ändern werden, antwortete der Vorsitzende des Leonhardivereines: „Soviel ich weiss nicht.“ Loy berichtete aber, dass sich die Sicherheitsbehörden mit dem Veranstalter treffen werden, um den Unfall Revue passieren zu lassen. 

Josef Neuner, Geschäftsführer der Marktgemeinde Murnau, bedauert den Unfall zutiefst. „Wir wünschen den Betroffenen gute Besserung“, sagte er. Neuner bestätigte ebenfalls, dass der Unfall am Dienstag noch einmal reflektiert wird, um herauszuarbeiten, worauf beim nächsten Mal mehr geachtet werden muss. Über ein Ende der Leonharditradition in Murnau möchte Neuner nicht spekulieren.

Von Alma Jazbec

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