Unrühmliches Ende – "Verkehrsversuche" wurden als rechtswidrig eingestuft

Schilder und Pflanztröge sind mittlerweile verschwunden – die Dorfstraße, Verlegergasse und die Ludwig-Thoma-Straße sind für den Verkehr freigegeben. Foto: Zinner

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JOHANNES ZINNER, Oberammergau – „Weitere Vorgehensweise Fußgängerzone/verkehrsberuhigter Bereich“ dieser Tagesordnungspunkt weckte das Interesse von rund 20 Oberammergauern, sie wollten das Neueste über dieses stets hitzig diskutierte Projekt im Zentrum von Oberammergau erfahren. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung erlebte man aber kein neuerliches Hin und Her der beiden Lager im Gemeinderat, 1. Bürgermeister Arno Nunn verlas vielmehr ein Schreiben der Regierung von Oberbayern vom 28. Juli, und wörtlich heißt es da: „Die Anordnungen für die Verkehrsversuche im Bereich der Dorfstraße bzw. Umleitung des Verkehrs über die Verlegergasse werden aus rechtlichen Gründen sowie einer fehlenden Abwägung aufgrund der Auswirkungen hinsichtlich Lärm und Abgase, Auswirkungen hinsichtlich der Erhaltung der öffentlichen Sicherheit sowie Auswirkungen hinsichtlich eventuell zu erwartender Schäden an der Straße als rechtswidrig erachtet. Die Gemeinde hat unverzüglich verkehrsrechtliche Maßnahmen zum Schutz der Anlieger der Verlegergasse zu ergreifen.“ Als Sofortmaßnahme erließ die Gemeinde ein Beschränkung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen in der Verlegergasse, außerdem sollte gegenüber dem Landratsamt Garmisch-Partenkirchen eine Stellungnahme abgegeben werden. Dieser Schritt war aber am nächsten Tag nicht mehr nötig, die Regierung von Oberbayern ließ nicht mit sich reden, das Ende der Versuche in der Dorfstraße, Verlegergasse und Ludwig-Thoma-Straße war ge- kommen. Der Bauhof wurde mit dem Rückbau beauftragt, seit Montag rollt der Verkehr wieder im Oberammergauer Dorfzentrum. Man steht also wieder am Punkt Null und das wird auch geraume Zeit noch so bleiben, Oberammergau hat nämlich ein weiteres Großprojekt im Visier: Für den Ortskern soll ein Rahmenplan erarbeitet werden.

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