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Initiatoren wollen eine Sanierung des Altbestandes mit Augenmaß

Unterschriften zum Erhalt des Kongresshauses in Garmisch-Partenkirchen

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Neubau oder Sanierung mit Augenmaß?

Was soll mit dem altehrwürdigen Kongresshaus geschehen? 2012 sprach sich die deutliche Mehrheit der Bürger für den jetzigen Standort aus. Nach mehreren Gutachten und einem Realisierungswettbewerb schien alles klar – doch der Siegervorschlag des Berliner Architekturbüros „Henchion und Reuter“ sprengte alle Kostenpläne. Der Gemeinderat ruderte zurück und votierte im vergangenen Sommer für Abriss und verkleinerten Neubau. Dagegen formiert sich Widerstand, vor allem weil das Kongressgeschäft für Jahre brachliegen würde. Die Abrissgegner wollen die Bürger entscheiden lassen und stellen eigene Pläne vor: Neue Ausstellungsflächen sollen über einer Tiefgarage geschaffen und eine Sanierung des Altbestandes realisiert werden.

In der Diskussion um das Kongresshaus Garmisch-Partenkirchen wird ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Nach dem Beschluss des Gemeinderats vom vergangenen Juli, wonach der Komplex abgerissen und in kleinerer Form neu gebaut werden soll – vor allem weil die veranschlagten Kosten aus dem Ruder zu laufen drohten – regt sich Widerstand. Und der soll nach dem Willen von Jörg Setz­pfand (FDP Ortsverband), Hotel­ier Klaus Hilleprandt und dem parteifreien Gemeinderat Dr. Christoph Elschenbroich (der als einziger gegen den Beschluss gestimmt hatte) in ein Bürgerbegehren münden.

Zahlreiche Unterschriftenlisten liegen im Ort aus und die Initiatoren sind optimistisch, dass sie die nötigen Stimmen sammeln, damit es zu einem Bürger­entscheid kommen kann. Jörg Setzpfand und seine Mitstreiter engagieren sich nicht nur für den Erhalt des Kongresshauses – sie haben auch konkrete Vorstellungen, wie Sanierung und Teilneubau gelingen kann. Architekt Ecko Eichler – bis 2014 war er für die FDP im Gemeinderat – hat einen Plan erstellt, der unter 30 Millionen bleibt. Diese Kosten­summe hat der Gemeinderat für Abriss und verkleinerten Neubau veranschlagt. Mit dem Neubau will man auf die veränderten Anforderungen im Kongresswesen reagieren, die mit dem Bestandsgebäude nicht mehr erfüllt werden können. Auch will man „viel toten Raum“ vermeiden, der das jährliche Betriebskostendefizit von über 1 Million Euro mit verursacht. Für die Realisierung dieses Vorhabens rechnet die Gemeinde mit drei Jahren. Drei Jahre, in denen das Kongressgeschäft ungenutzt bliebe. „Ein Unding“, findet nicht nur Jörg Setzpfand. Schließlich habe man seit Jahren gepredigt, dass man erweitern und sanieren wolle, gerade um mit den wachsenden Ansprüchen des Kongressgeschäftes Schritt halten zu können.

Die von Architekt Ecko Eichler nun erstellten Gegenpläne für den Erhalt des Kongresshauses sehen einen Fortbestand des so wichtigen Kongressgeschäfts vor, denn der Erweiterungsneubau von Foyer und Ausstellungsfläche könnte abgeschlossen werden, bevor man die Sanierung des Altbestandes in Angriff nimmt. In den Grundzügen gleicht sein Entwurf dem einstigen Siegervorschlag von „Henchion und Reuter“. Eichler will, ebenso wie das Berliner Architektenbüro, eine Erweiterung des Foyers und der Ausstellungsflächen auf dem bestehenden Parkplatz. Darunter soll ein zweistöckiges Parkhaus mit etwa 180 Stellplätzen und einfachen Rampen entstehen. Der Garmisch-Partenkirchner kalkuliert platzsparender als die Berliner, damit die zwei großen Gasleitungen an der Parkstraße unberührt bleiben – das spart Kosten. Anschließend könnte die Sanierung des bestehenden Gebäudes (Brandschutz, Küche, Toiletten) erfolgen. Die Initiatoren stoßen mit ihren Ideen auf ein positives Echo, denn viele sehen mit Sorge, dass durch die Abriss- und Neubaupläne des Gemeinderats das wichtige Kongressgeschäft zum Erliegen kommt – und zwar für Jahre.  tra

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