So wird einem an Ostern mit Sicherheit nicht langweilig

Ursprünge der gängigen Osterbräuche

Ostereier
+
Ausgeblasene oder hart gekochte Eier schön verzieren und bemalen, dass hat doch bestimmt jeder schon mal gemacht. Es gibt aber noch viele weitere schöne Traditionen zum Osterfest, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen.

Region – Eier färben, ein Osterfeuer oder eine Osterkerze anzünden, und nicht zu vergessen, ein im wahrsten Sinne des Wortes zuckersüßes Osterlamm backen. Es gibt viele Bräuche rund um das Osterfest, doch wie sind diese eigentlich alle entstanden?

Das Färben von Ostereiern ist wohl einer der am weitesten verbreiteten Bräuche zu Ostern. Der Ursprung des Ostereis im christlichen Glauben ist bis heute nicht ganz geklärt. Das Ei gilt in der Kunstgeschichte aber als Symbol für die Auferstehung und in vielen Religionen steht es für die Wiedergeburt, da aus dem Ei neues Leben schlüpft. Und wieso verschenkt man die Eier dann anschließend? Diesen Brauch gibt es schon seit dem Mittelalter. Abgaben an den Lehnsherrn, an seine Lehrer oder Kirchenväter wurden mit Eiern bezahlt, denn diese galten als sehr kostbares Gut. Da die Eier nach christlicher Tradition während der Fastenzeit nicht gegessen werden durften, wurden die Eier in dieser Zeit gekocht, so waren sie nämlich länger haltbar. Bunt gefärbt oder bemalt wurden sie dann, um sie von den rohen Eiern noch unterscheiden zu können. Am Ostersonntag durften die bunten Kunstwerke dann genüsslich verspeist oder an die Liebsten verschenkt werden.

Das Verstecken und Suchen von Eiern gibt es natürlich auch. Das ist wahrscheinlich der beliebteste Brauch bei den Kindern, die die versteckten Eier, im Glauben sie wurden vom Osterhasen gebracht, rings um Haus und Garten suchen. Diese Ostertradition wurde im 17. Jahrhundert bereits das erste Mal erwähnt.

Das gemeinschaftliche Highlight an Ostern ist aber immer das Osterfeuer, welches auf einen heidnischen Brauch zurück geht. Das Feuer soll nach dem kalten Winter die Sonne wieder zur Erde hinziehen, um alles zu erwärmen und die Erntezeit einzuleiten. Die Osterkerze ist eine römische, griechische, jüdische und christliche Tradition. Das Licht steht für das Leben.

Das Backen eines Osterlämmchens ist auf einen Brauch beim jüdischen Pessachfest zurückzuführen, welches an den Auszug aus Ägypten und die Befreiung der Israeliten erinnert. Dazu wurde traditionell ein Lamm geschlachtet. In der christlichen Tradition steht das Lamm für das Leben und die Reinheit. Jesus Christus ist das Lamm Gottes, das den Tod überwunden hat. Auch wenn man dieses Jahr wieder nur im kleinen Rahmen Ostern feiern kann, mit so vielen schönen Bräuchen wird einem sicherlich nicht langweilig über die Feiertage. fzi

Auch interessant

Kommentare