Verkehrsunfallbilanz 2020 des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Weniger Verkehr – weniger Unfälle

Pedelec-Unfall
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Im vergangenen Jahr gab es allgemein weniger Verkehrsunfälle, aber die Zahlen der Unfälle in Zusammenhang mit Pedelecs sind gestiegen

Region – Die Verkehrsunfallbilanz für das zurückliegende Jahr weist weniger Verkehrsunfälle auf, auch wurden weniger Menschen im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen verletzt. Dies verwundert nicht, denn durch die Lockdown-Maßnahmen im Frühjahr und Herbst, durch Homeschooling und Homeoffice, hat temporär die Zahl an Verkehrsteilnehmern und Mobilität abgenommen.

Mit insgesamt 33.492 Verkehrsunfällen ist 2020 ein deutlicher Rückgang der Unfallzahlen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd festzustellen. Dies betraf alle Unfallgruppen, also sowohl Unfälle mit Personenschaden als auch Unfälle mit Sachschaden. Mit 78 Verkehrstoten kamen 2020 im Straßenverkehr zehn Personen weniger ums Leben als noch im Jahr zuvor.

Überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit ist für mehr als ein Drittel der Verkehrsunfalltoten ursächlich. Während es bei den jungen Erwachsenen, Senioren, Fußgängern und Schulwegunfällen eine erfreuliche Entwicklung gibt, ist bei Unfällen mit Beteiligung eines Rad-, Pedelec- oder Motorradfahrers 2020 eine teils deutliche Steigerung festzustellen. Besonders augenfällig ist die Zunahme von beteiligten Pedelecs von 323 im Vorjahr auf 584 (+ 80,8%) sowie hierbei verletzte Personen von 298 auf 537 (+ 80,2%).

Zu den Hauptrisikogruppen zählen auch Motorradfahrer. 939 Biker waren in einen Verkehrsunfall verwickelt (Vorjahr 999). Dabei wurden 798 Fahrer bzw. Mitfahrer verletzt (-6,7%); ums Leben kamen 23 Personen (Vorjahr 21). Hauptunfallursache in diesem Bereich ist nach wie vor nicht angepasste bzw. überhöhte Geschwindigkeit.

Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd umfasst die neun Landkreise Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Zusätzlich gehören knapp 60 Autobahn­kilometer zum betreuten Schutzbereich. tra

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