Verschönerungsverein Murnau ist gut durch die Pandemie gekommen

Schutzhütte für Wanderer und Liebespaare

Vorstandschaft
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Die Vorstandschaft des Verschönerungsvereines Murnau; von links: Dr. Fritz Kren, Wolfgang Köglmayr, Simon Ofenstein, Christa Meier, Welf Probst, Herbert Specht, Heinz Aulehla, Wilhelm Müller, Gisela Rauner, Maria Lautenbacher. Nicht auf dem Foto: Ingeborg Winkler
  • VonGünter Bitala
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Murnau – „Wir vom Verschönerungsverein sind gesellige Leute“, beteuert der erste Vorsitzende Wilhelm Müller, „die Lockdown-Monate haben unser Vereinsleben nahezu zum Stillstand gebracht.“ Keine gemeinsamen Wanderungen, keine Stammtische, keine Busausflüge.

Im vergangenen Herbst fielen sowohl der Töpfermarkt im Kurpark, als auch der Christkindlmarkt der Hobbykünstler aus. Wie es für das Restjahr 2021 aussieht? Wer weiß – die Hoffnung überwiegt die Gewissheit! Der Verschönerungsverein Murnau zählt derzeit 410 Mitglieder; 27 sind im vergangenen Jahr neu dazu gekommen. In der Vorstandschaft gab es seit der letzten Jahreshauptversammlung 2019 zwei Änderungen. Für den verstorbenen Sepp Gramer übernimmt Herbert Specht das Amt des 2. Vorsitzenden, und für die Öffentlichkeitsarbeit ist nun Simon Ofenstein zuständig.

In seinem Rechenschaftsbericht für 2019/20 betont Wilhelm Müller, dass trotz der Pandemie die satzungsmäßig gestellten Aufgaben voll erfüllt werden konnten; nämlich dafür Sorge zu tragen, dass der Markt Murnau sein bei Einheimischen und Gästen lieb gewonnenes Erscheinungsbild behält. Dazu gehört die Pflege von Blumenrabatten; das Freischneiden von Sichtachsen in Richtung Staffelsee und Gebirge; das in Schuss halten von Wanderwegen; das Pflanzen von Bäumen. „Das machen wir alles ehrenamtlich, und stellen dabei keine finanziellen Forderungen an den Markt Murnau.“ Rund 750 Arbeitsstunden wurden dafür aufgebracht, vieles wird durch die großzügigen Spenden von Bürger*innen bezahlt – zum Beispiel die vielen Ruhebänke rund um Murnau; 200 Stück sind es aktuell.

Höhepunkt im vergangenen Jahr war der Bau einer Schutzhütte an der alten – jetzt ehemaligen – Mülldeponie bei Grafenaschau; in Kooperation mit dem gemeindlichen Bauhof und einer Reihe von Murnauer Handwerkern: „Dort ist ein Biotop entstanden mit Weiher, Fischen seltenen Vögeln und Libellen.“

Gut gewirtschaftet

Bürgermeister Rolf Beuting ergänzt in seinem Grußwort zum Thema Schutzhütte, die ein bisserl abgeschieden liegt: „Die Hütte ist nicht nur Ruhepunkt für Wanderer, auch das eine oder andere Liebespaar hat das lauschige Plätzchen für sich entdeckt – ist mir erzählt worden.“

Rolf Beuting bedankt sich, dass die Damen und Herren des Verschönerungsvereines in schwierigen Zeiten in ihrem Engagement für Murnau nicht nachgelassen hatten und bittet darum: „Nicht nachlassen und jetzt kräftig durchstarten!“

In seinem Kassenbericht rechnete Heinz Aulehla vor, dass die Konten des Vereins zu Beginn des Jahres 2019 fast auf exakt die gleichen Bilanzzahlen aufweisen wie zwei Jahre später, Ende 2020. Obwohl die Einnahmen durch den Töpfermarkt und den Christkindlmarkt der Hobbykünstler weggebrochen waren, und trotzdem hohe Ausgaben angestanden hatten: „Wir hatten in den Jahren vor der Pandemie gut gewirtschaftet und konnten nun auf unsere Rücklagen zurückgreifen.“

Töpfermarkt 2021?

In seinem Schlusswort versuchte Wilhelm Müller – der im kommenden Frühjahr bei der turnusmäßigen Vorstandswahl nicht mehr kandidiert – einen Ausblick auf das Restjahr 2021: „Wir planen, wenn es die Coronalage zulässt, unser gewohntes Programm durchzuziehen.“ Wie es mit dem Töpfermarkt weitergehen wird: „Aus Sicherheitsgründen wird er dieses Mal nicht im Kurpark bleiben können. Es ist angedacht, auf den Sportplatz beim Kemmelpark auszuweichen. Da kann man den Zustrom an Besuchern besser steuern. Ob das klappt, wissen wir noch nicht.“

Ungewiss ist derzeit auch, ob der Christkindlmarkt der Hobbykünstler im engen Kultur- und Tagungszentrum stattfinden kann. gb

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