Der BRK-Kreisverband warnt vor der noch immer gegebenen Einbruchgefahr

Großes Getümmel auf den Seen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Kinder auf dem Eis.
+
Auf den Seen im Landkreis sieht man viele Menschen, die sich teils auch in Gruppen auf das Eis begeben. Dabei ist ratsam, in Ufernähe zu bleiben und aufeinander Acht zu geben.

Man kann bei einem winterlichen Spaziergang an den im Landkreis umliegenden Seen zunehmend beobachten, wie sich immer mehr Menschen auf das augenscheinlich zugefrorene Eis trauen. Ob Eiskunstläuferinnen, die an ihren Pirouetten üben, Eishockey-Fans, die Spiele simulieren oder einfach so als Freizeitspaß – die Gefahr unterschätzen sollte keiner! 

Aktuell ist das Eis an allen Seen in der Umgebung noch nicht allzu dick. Um tragfähig zu sein, muss die Eisschicht mindestens 15 Zentimeter stark sein. Vor allem in Schilfnähe und ähnlichen Objekten, die das Eis durchbrechen, ist Vorsicht geboten. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er das Risiko eines möglichen Eiseinbruchs für seine sportliche Aktivität eingehen möchte.

Die Wasserwacht und die Behörden führen bezüglich der Eisstärke keine Tests durch und sie werden es auch im weiteren Verlauf des Winters nicht tun. So frostig die Nächte aktuell auch sind und auch wenn das Eis irgendwann tragfähig sein sollte, die Seen im Landkreis werden auch dann nicht offiziell von den Behörden oder der Wasserwacht für Eisläufer oder Eisstockschützen freigegeben. Das Betreten des Eises geschieht immer auf eigene Gefahr.

Wenn man also auf‘s Eis möchte, sollte man ortskundig sein und sich mit den Strömungen des betreffenden Sees gut auskennen. Jedes Gewässer hat seine Besonderheiten. Es gibt Seen, die nach außen hin einen vollständig gefrorenen Eindruck machen, im Inneren gibt es jedoch warme Quellen, die dafür sorgen, dass die Eisschicht schnell unstabil werden kann. Im Falle eines Einbruchs ist schnellstmöglich ein Notruf abzusetzen. Die Wasserwacht ist schnell vor Ort, denn ein Eis­einbruch darf nicht unterschätzt werden. Jörg Jovy, der Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes, ergänzt außerdem: „Nach besonders warmen Nächten werden zudem Wachdienste von der Wasserwacht an den Seen abgehalten, um möglichst schnell eingreifen zu können.“

Die Corona-Regeln gelten auf dem Eis natürlich auch. Der Abstand zu anderen muss eingehalten werden. Zudem ist es angeraten, in Ufernähe zu bleiben und auf seine Mitmenschen zu achten. Wer auf das eisige Freizeitvergnügen nicht verzichten will, sollte Vorsicht und Vernunft walten lassen. fzi

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare