Aufruf zum Umdenken und Handeln

Volksbegehren "Rettet die Bienen" angelaufen

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Erstunterzeichnung des Volksbegehrens in Garmisch-Partenkirchen

Die Unterschriftensammlung für das viel diskutierte bayernweite Volksbegehren zur Erhaltung der Artenvielfalt hat am Donnerstag begonnen. Bei dem Erstunterzeichner-Treffen im Rathaus von Garmisch-Partenkirchen waren Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer, der Vorsitzende der LBV-Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen Hans-Joachim Fünfstück und der ehemalige Leiter der Vogelschutzwarte, Biologe Dr. Einhard Bezzel anwesend, um mit ihrer Unterschrift ein klares Statement zu setzen.

„Mit dem Volksbegehren richten wir uns nicht gegen die Landwirte. Es geht darum, ein öffentliches Bewusstsein für die Problematik zu schaffen“, betonte die Bürgermeisterin. Dieses Ziel hat das Volksbegehren, ob mit erfolgreichem Ausgang oder nicht, bereits erreicht: es findet eine starke öffentliche Diskus­sion über den Umgang mit dem Problem des Artensterbens statt. Während der Bayerische Bauernverband (BBV) sich klar gegen strengere gesetzliche Vorgaben in der Landwirtschaft ausspricht, sind die Ini­tiatoren des Volksbegehrens der Meinung, dass durch die vorgeschlagene Gesetzesänderung ein generelles Umdenken angestoßen werden kann – in der Politik wie in der Gesellschaft.

Dass die Erhaltung der Artenvielfalt im Interesse der gesamten Gesellschaft steht, darin besteht kein Zweifel. Doch die Frage nach den richtigen Lösungsansätzen und Maßnahmen beschäftigt die Öffentlichkeit seit Gründung des Aktionsbündnisses zunehmend. Zu behaupten, es gäbe zwei entgegengesetzte Lager aus klar abgegrenzten Interessensgruppen, ist jedoch nicht differenziert genug. Auch die aufgekommene Schuldfrage kann zu keinem Ergebnis führen, da die Wirkungszusammenhänge der Natur zu komplex sind, um eine oder wenige Hauptursachen für das Artensterben zu definieren. Es handelt sich um eine sehr komplizierte Thematik, die die Bürgerinnen und Bürger nun vor eine schwierige Entscheidung stellt. Beide Seiten argumentieren für die kleinstrukturierte Landwirtschaft und den Artenschutz, sie widersprechen sich lediglich in der Frage nach den notwendigen Maßnahmen. In einem Punkt besteht jedoch unumstrittene Einigkeit: dass jeder Einzelne von uns durch sein Handeln Verantwortung trägt und etwas zum Artenschutz beitragen sollte. Mehr zu den Argumenten der Befürworter und der Gegner des Volksbegehrens kann man auf der Seite 2 der aktuellen Kreisboten-Ausgabe nachlesen, auch als e-Paper erhältlich unter:  https://www.kreisbote.de/epaper/garmisch-partenkirchen-murnau/.   moc

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