Die Vorarbeiten für die Ortsumfahrung Garmisch haben begonnen

Die Rodungsarbeiten für den Kramertunnel sind in vollem Gange und der Verlauf der Trasse in der Breitenau und weiter Richtung US-Gelände bereits erkennbar. Mitte 2017 soll die Umfahrung für den Ortsteil Garmisch fertiggestellt sein; das bestätigten die Experten des Straßenbauamtes auf der letzten Gemeinderatssitzung in Garmisch-Partenkirchen.

Wenn die Rodungsarbeiten abgeschlossen sind, wird zunächst eine Baustraße gebaut, die Voraussetzung für die Grabung des Erkundungsstollens ist. „Der Erkundungsstollen ermöglicht uns einen noch besseren Einblick in die Geologie. Er wird nach der Realisierung der eigentlichen Fahr- röhre als Rettungsstollen fungieren,“ machte Albert Ganser, Abteilungsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Weilheim deutlich, der den Gemeinderäten die Bauplanung vor kurzem noch einmal detailliert erklärte. Zu den Vorarbeiten gehören die notwendigen Baustelleneinrichtungen und auch Brücken: Eine am Tierheim und eine über die Dürerlaine nur wenige Meter weiter. Zudem muss die Hochspannungsleitung am „Esel“ verlegt werden. Die Bauzeit für den Erkundungsstollen – der europaweit ausgeschrieben werden muss – beziffern die Experten auf 18 Monate. Baubeginn hierfür soll Januar 2011 sein; der eigentliche Tunnel mit einspurigen Röhren soll ab 2013 gebaut werden. Informationen gaben die Experten vom Straßenbauamt auch für den Wanktunnel. Die Planungen hierfür sollen soweit vorangetrieben werden, dass die Partenkirchner Ortsumfahrung im Fall einer erfolgreichen Olympiabewerbung ebenfalls bis 2018 realisiert werden kann. Vermessungs- und Erkundungsbohrungen sollen deshalb bald vorgenommen werden. „Kommt Olympia, wird wohl auch die Finanzierung dafür gestemmt“, meinte Albert Ganser.

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