Vorteile der Wasserkraft – Idee eines Wasserkraftwerkes wird neu angeschoben

V.l. Bgm Hornsteiner, Rudi Haller, Matthias Pöll. Foto: Wehmeier

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KORNELIA WEHMEIER, Mittenwald – Die Katastrophe von Fukushima hat weltweit zur Diskussion um regenerative Energien geführt. Um die Energiewende auch für Mittenwald durchzusprechen, trafen sich Bürgermeister Adi Hornsteiner, der Chef der Gemeindewerke Matthias Pöll und CSU-Ortsvorsitzender Rudi Haller kürzlich im Rathaus. Die Zeit für eine Energiewende sei gekommen, befanden alle drei. Eine bereits vorliegende Studie, die die regenerative Stromerzeugung im Gemeindegebiet Mittenwald noch besser ausschöpfen möchte, wurde deshalb an CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt (zugleich Wahlkreisabgeordneter) geschickt mit der Bitte, sich auch für das Energiekonzept des „Bürgerprojektes“ an der Mittenwalder Isar einzusetzen. Bereits in den 50er / 60er Jahren wurde die Nutzung der Wasserkraft an der Isar untersucht. In einer weiteren Studie wurde die Idee für ein Wasserkraftwerk in Höhe des südlichen Riedbodens entwickelt, da hier schon lange ein Wehr, eine „Querverbauung“ für den Hochwasserschutz besteht. „Da hier schon in die Natur eingegriffen wurde“, argumentiert der Bürgermeister, „könne man an dieser Stelle auch ein Kraftwerk errichten.“ Die Stromerzeugung aus Wasserkraft liefert wertvollen Grundlaststrom und durch die erneuerbare Energie kann Netzparität erreicht werden. Außerdem seien die Kosten bei selbstproduziertem Strom fast die selben je Kilowattstunde, wie beim Einkauf von einem Stromlieferanten. Die drei Herren am Bürgermeistertisch waren sich einig, dass die Energieerzeugung durch Wasserkraft für den Markt Mittenwald als Luftkurort zudem „wie auf den Leib geschneidert“ sei. Denn so gäbe es keinen Ausstoß an Abgasen und keinen Anfall von Abfällen. Der Gesamtzustand der Natur in den betroffenen Bereichen werde lediglich verändert und nicht verschlechtert. Das alles bleibe dann auch förderungswürdig.

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