Weißrussland muss sich beugen – Guter Start für’s deutsche Team, "jetzt aber keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen"

Thomas Merl (re.) scheitert an Yan Shelepnyov. Foto: Sehr

Der Start der Deutschen Mannschaft in die U20-Weltmeisterschaft der Division I in Garmisch- Partenkirchen war erfolgreich. Vor 1200 Zuschauern gewann das Team von Bundestrainer Ernst Höfner gegen Weißrussland, das zuletzt dreimal knapp am Aufstieg in die Topdivision gescheitert war, mit 2:1. „Wir haben heute eine sehr kompakte Mannschaftsleistung gezeigt. Mathias Niederberger im Tor war heute sehr stark. Wir konnten heute mehr Druck erzeugen und haben verdient gewonnen“, war der Coach zufrieden.

Gleich zu Beginn der Begegnung mussten die Gastgeber bange Minuten überstehen, denn als Corey Mapes und Marco Höflin innerhalb von 28 Sekunden auf die Strafbank mussten, machten die Osteuropäer bei doppelter Überzahl Druck. Doch Niederberger, der in Nordamerika spielt, war ein sicherer Rückhalt. Dass es bereits im Eröffnungsspiel um alles geht, zeigte auch eine kleine Keilerei in der 13. Minute vor dem Gästetor. Denn nur der Gruppensieger steigt in die Top-Division auf, deshalb kann eine einzige Niederlage bereits die Aufstiegsträume zu Nichte machen. Weißrussland zeigte sich auch in der Folgezeit als der erwartet schwere Gegner. Erst DEL-Stürmer Bernhard Keil von den Straubing Tigers brach in der 33. Minute den Bann. Mit dieser knappen Führung ging es ins letzte Drittel. Weißrussland zehn Minuten nach Wiederbeginn zum Ausgleichstreffer durch Maxim Parfeyevets. Als kurze Zeit später Marco Noebels auf die Strafbank musste, sah es nicht gut für die Deutschen aus. Doch der Ehemalige DNL-Spieler des SC Riessersee, Nic Latta kam in Unterzahl an die Scheibe, passte zu Nico Krämmer, der zum 2:1-Siegtreffer in der 52. Minute einschoss. Am Ende war es aufgrund der Überlegenheit in Sachen Chancen und Schüsse ein verdienter Sieg für das DEB-Team, das sich auf einen sicheren Torhüter Matthias Niederberger von den Barrie Colts verlassen konnte. Zum besten Spieler wurde Torhüter Niederberger ausgezeichnet. „Wir haben einige Spieler, die Verantwortung im Team übernehmen können und die anderen führen. Der Sieg heute war ein guter Anfang aber wir konzentrieren uns jetzt auf die nächsten Spiele, denn wir dürfen keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen“, war Höfner zufrieden. Teammanager Klaus Merk meinte: „Das erste Spiel eines Turniers ist immer sehr schwer. Weißrussland war ein starker Gegner. Es war wichtig, dass wir gleich zu Beginn die drei gegen fünf Unterzahlsituation überstanden haben. Insgesamt war der Sieg verdient, aber so ein Spiel kann man auch verlieren.“ Titus Fischer hat sich mit Nico Krämmer unterhalten, der den 2:1-Siegtreffer schoss. Glückwunsch zum Auftaktsieg, wie haben Sie das Spiel erlebt? Nico Krämmer: Es war ganz wichtig, dass wir gewonnen haben. Man muss immer erst in eine solche Weltmeisterschaft richtig reinkommen. Das ist uns gelungen. Es war eine starke Mannschaftsleistung mit einem tollen Torhüter. Sie haben das entscheidende Tor geschossen. Krämmer: Das stimmt, aber es gehören immer alle dazu, die mit auf dem Platz sind. Alles deutet auf ein Endspiel gegen Norwegen hin, wie sehen Sie die Situation? Krämmer: Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Wenn man nur eine Begegnung verliert, kann schon alles aus sein und der Traum vom Wiederaufstieg geplatzt. Wichtig ist, dass man in jedem Spiel bereit ist, alles zu geben. Wie geht man mit der Situation um, dass innerhalb von sieben Tagen fünf Spiele zu bestreiten sind? Krämmer: Es ist ganz wichtig, dass man regenerieren kann. Wir bekommen gleich nach den Spielen Nudeln und dann heißt es immer genug schlafen, dass man für die nächste Aufgabe ausgeruht ist. Was sagen Sie zur Stimmung im Olympia-Eissportzentrum? Krämmer: Gerade im ersten Spiel gegen Weißrussland war das toll. Die Zuschauer haben uns bei den Toren gefeiert und auch nach dem Spiel. Ich hoffe, das wird bei den nächsten Begegnungen auch so sein. Zuletzt wurde gemunkelt, dass Sie nicht nach Nordamerika zu ihrem Verein Acadie-Bathurst Titan zurückkehren, sondern in Deutschland bleiben. Was ist da dran? Krämmer: Es ist alles möglich. Ich muss in Ruhe mit meinen Agenten und mit den Hamburg Freezers sprechen, bei denen ich noch unter Vertrag bin. Wir müssen entscheiden, was am besten für meine Zukunft ist. Weiter geht es für die Deutschen am heutigen Mittwochabend um 19.30 Uhr gegen Slowenien. „Wichtig ist, dass wir uns in den kommenden Spielen nicht provozieren lassen“, fordert Merk. „Wir dürfen uns auf nichts einlassen und müssen von der Strafbank wegbleiben.“

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