Die neue Normalität mit dem Virus bringt zahlreiche Erleichterungen

Weitere Corona-Lockerungen beschlossen

Wellnessbereich
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Darauf haben die heimischen Hoteliers gewartet: Hotels dürfen ihre Wellnessbereiche ab 22. Juni wieder öffnen.

Region - Bayern nähert sich dem Kurs vieler anderer Bundesländer an und hat in der heutigen Kabinettssitzung weitere Lockerungen beschlossen. Die heimische Hotellerie wird besonders erleichtert sein, denn Hotels dürfen nun auch ihre Schwimmbäder und Wellnessbereiche wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die sinkenden Infektionszahlen lassen auch im Freistaat Bayern weitere Lockerungen zu. Ab dem morgigen Mittwoch dürfen sich nun bis zu zehn Personen bei Einhaltung von Mindestabständen im öffentlichen Raum auch dann treffen, wenn sie nicht im selben Haushalt wohnen. Im Einzelhandel wird die verfügbare Verkaufsfläche pro Kunde auf zehn Quadratmeter reduziert. Dies soll auch für Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Museen und Zoos gelten. Außerdem werden Kassierer, die hinter einer Plexiglasscheibe sitzen, von der weiterhin geltenden Maskenpflicht entbunden. Vom 22. Juni an können Restaurants, Gaststätten und Wirtshäuser ihre Gäste eine Stunde länger und damit bis 23 Uhr bewirten, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hervorhob. Zudem sind künftig auch wieder Familienfeiern, Geburtstage, Beerdigungen, Hochzeiten, Abschlussfeiern oder auch Vereinssitzungen mit 50 Personen im Innern und mit 100 Personen im Freien möglich.

Darüber hinaus dürfen Hotels ihre Wellnessbereiche und Schwimmbäder sowie Saunen ab 22. Juni wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Auf Campingplätzen dürfen nun auch wieder gemeinsame Sanitärbereiche genutzt werden. Inbesondere die Öffnung von hoteleigenen Wellnessbereichen war eine Forderung gewesen, die die DEHOGA noch vor einigen Tagen als Gerechtigkeitslücke im Tourismus beklagt hatte. Auch der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Florian Streibl, hatte deshalb an den Ministerpräsidenten appelliert, schnellstmöglich gleichwertige Rahmenbedingungen für den grenznahen Handel und Tourismus im Freistaat zu schaffen – um mit benachbarten Betrieben aus Österreich, Tschechien und Italien gleichziehen zu können.

Seit dem 15. Juni sind in Bayern Theater-, Kino- und Konzertveranstaltungen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen wieder möglich. Bei Kulturveranstaltungen sind ab kommendem Montag (22. Juni) nun auch wieder mehr Zuschauer erlaubt. Veranstaltungen in Innenräumen dürfen dann mit bis zu 100 Gästen mit zugewiesenen Sitzplätzen, in Außenbereichen mit bis zu 200 Zuschauern, stattfinden. Die Maskenpflicht soll aber unverändert gelten. Ministerpräsident Markus Söder mahnte mit Blick auf China: „Corona ist nicht besiegt."    tra

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