Interview mit Apothekerin Verena Bockhorni zum Welt-Osteoporose-Tag

Was tun gegen Osteoporose?

+

Landkreis - In Deutschland leidet jede dritte Frau aber auch jeder siebte Mann über 50 Jahren an Osteoporose. Osteoporose ist damit die häufigste Knochenerkrankung. Zum „Welt-Osteoporose-Tag“ erklärt Apothekerin Verena Bockhorni, Pressesprecherin der Apotheker im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, wie man dieser Volkskrankheit vorbeugen kann.

Was ist Osteoporose eigentlich und wie kann sie festgestellt werden? 

Bockhorni: Osteoporose ist eine chronische Skeletterkrankung, bei der deutlich mehr Knochenmasse abgebaut als aufgebaut wird. Der Volksmund nennt die Krankheit deshalb auch "Knochenschwund“. Weil die Knochen bei Osteoporose-Erkrankten porös und brüchig sind, kann es bereits bei kleinen Belastungen zu Knochenbrüchen kommen. Bei Verdacht auf Osteoporose oder im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung kann der Arzt zum Beispiel eine Knochendichtemessung durchführen.

Stimmt es, dass bereits Kinder einer späteren Osteoporose vorbeugen können?

Bockhorni: Ja! Vor allem Kinder können vorbeugen, denn bis etwa zum 30. Lebensjahr überwiegt der Aufbau des Knochens gegenüber dem natürlichen Knochenabbau. Besonders wichtig für den Knochenaufbau ist Calcium. Eine calcium- und vitaminreiche Ernährung ist daher sehr wichtig für gesunde Knochen. Eine gute Calciumquelle sind zum Beispiel Milchprodukte. Außerdem ist viel Bewegung an der frischen Luft sehr gut geeignet, um Osteoporose vorzubeugen. Denn durch körperliche Aktivität werden neben den Muskeln auch die Knochen trainiert. Außerdem wird durch das Sonnenlicht die Produktion von Vitamin D – einem wichtigen Vitamin für den Knochenstoffwechsel – in Gang gesetzt.

Kann man auch im Alter noch etwas tun gegen Osteoporose?

Bockhorni: Man kann nicht nur, man sollte sogar! Auch ältere Erwachsene können mit einer calcium- und Vitamin-D-reichen Ernährung und viel Bewegung im Freien ihre Knochen stabil erhalten. Dabei kommt es nicht auf schweißtreibenden Sport an, sondern vor allem auf ausreichend Bewegung im Alltag. Bei Bedarf können auch Präparate mit Calcium und Vitamin D helfen, die man aber nur nach vorheriger Beratung in der Apotheke oder durch den Arzt einnehmen sollte.

von Kreisbote

Auch interessant

Meistgelesen

Kraftfahrer besitzt keinen Führerschein
Kraftfahrer besitzt keinen Führerschein
Auto im Riegsee versunken
Auto im Riegsee versunken
Frauen ziehen Lebensqualität aus ihrer Berufstätigkeit
Frauen ziehen Lebensqualität aus ihrer Berufstätigkeit
Gegen den Baum gekracht
Gegen den Baum gekracht

Kommentare