Thomas Dreßen fährt auf seiner Heimstrecke und holt vielleicht einen deutschen Sieg auf der Kandahar?

Es ist wieder Weltcup-Zeit

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Am Samstag steht die Kandahar im Mittelpunkt des Sportinteresses.

GAP – Die Skielite gibt sich derzeit die Ehre in Garmisch-Partenkirchen. An diesem Wochenende die Herren, am kommenden die Damen. An diesem Samstag wird die Kandahar-Abfahrt der Herren um 11.45 Uhr ausgetragen. Am Sonntag geht’s im Riesenslalom um Weltcuppunkte. Der erste Durchgang findet um 10.30 Uhr statt, der zweite um 13.30 Uhr.

Besser hätten die Voraussetzungen für die Heimrennen nicht sein können. Thomas Dreßen gewann am vergangenen Samstag auf der Streif in Kitzbühel. Exakt 39 Jahre nachdem Josef Ferstl dort gesiegt hatte, gab es nun wieder einen deutschen Fahrer, der ganz oben stand. Nun will der Mittenwalder auch in Garmisch-Partenkirchen aufs Stockerl.

Es ist schon über 25 Jahre her, dass ein Deutscher auf der Kandahar gewinnen konnte. Der letzte deutsche Herren-Sieg datiert aus dem Jahre 1992. Damals gewann Markus Wasmeier am 11. Januar in der Abfahrt, vor Patrick Ortlieb aus Österreich, Hansjörg Tauscher wurde Dritter. Es war übrigens das letzte Weltcuprennen, das Wasmeier in seiner Karriere gewinnen konnte. Wenige Wochen später verpasste er bei den Olympischen Winterspielen von Val-d’Isère als Vierter in der Abfahrt nur knapp eine Medaille. Diese holten Patrick Ortlieb, Franck Piccard aus Frankreich und Günther Mader aus Österreich. Zwei Jahre später, 1994, schlug dann in Lillehammer Wasmeiers große Stunde, als er den Titel im Super-G und im Riesenslalom holte.

Am 24. Februar 2013 hätte es im Riesenslalom fast mit einem DSV-Sieg in Garmisch-Partenkirchen geklappt: Nach dem ersten Durchgang führte Felix Neureuther, Fritz Dopfer lag auf Rang drei. Neureuther riskierte im zweiten Lauf alles, stürzte beinahe und wurde am Ende Zwölfter. Dopfer stürzte. Den Sieg auf der Kandahar sicherte sich damals der Franzose Alexis Pinturault vor Marcel Hirscher aus Österreich und dem US-Boy Ted Ligety.

Wäre also mal wieder Zeit, dass ein Deutscher beim Kandahar-Rennen ganz oben steht: Die Chancen sind so gut wie schon lange nicht mehr. Nicht nur Thomas Dreßen konnte in diesem Winter schon überzeugen, auch Josef Ferstl und Andreas Sander zeigten schon sehr gute Leistungen. Mehr steht auf unserer Sportseite.

von Titus Fischer

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