Die Deutschen wollen auf der Kandahar angreifen – Thomas Dreßen war beim Training dabei – Simon Jocher vom SC Garmisch mit toller Zeit

Training auf der Kandahar absolviert

Thomas Dreßen
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Der Mittenwalder Thomas Dreßen war beim Training dabei. Ob ein Start bei der Abfahrt sinnvoll ist, wird kurzfristig entschieden.

GAP – Am Montag schon beginnt die Alpine Ski-Weltmeisterschaft in Cortina d‘Ampezzo. Zuvor aber sind die besten Skifahrer der Welt noch in Garmisch-Partenkirchen zu Gast, zur Generalprobe für das Saison-Highlight in Italien. Am Samstag steigt im Werdenfelser Land um 11.30 Uhr der Super-G, die Abfahrt wird auf Freitag vorverlegt.

Die Deutschen sind in dieser Saison insgesamt sehr gut in Form. Auf der Kandahar sind mit dabei: Romed Baumann (WSV Kiefersfelden), Thomas Dreßen (SC Mittenwald), Josef Ferstl (SC Hammer e.V.), Simon Jocher (SC Garmisch), Andreas Sander (SG Ennepetal), Manuel Schmid (SC Fischen) und Dominik Schwaiger (WSV Königssee). Im vergangenen Jahr gewann Thomas Dreßen als erster Deutscher seit Markus Wasmeier 1992 auf der Kandahar ein Rennen. In der Abfahrt war der Mittenwalder die Nummer eins, vor dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde und dem Franzosen Johan Clarey. Dreßen hat in diesem Winter noch kein Rennen bestreiten können, nachdem er Ende November an der Hüfte operiert worden war. Nun will er sein Comeback feiern. Im einzigen Trainingslauf in Garmisch-Partenkirchen am Donnerstag hatte er 3,03 Sekunden Rückstand auf den Schnellsten, den Österreicher Max Franz. Er belegte Rang 41. Josef Ferstl belegte Rang zwei (er verpasste allerdings ein Tor) vor den beiden Südtirolern Dominik Paris und Christoph Innerhofer. Matthias Mayer landete auf Rang fünf.

Völlig überraschend fuhr Simon Jocher im Training die siebtbeste Zeit und hatte 1,64 Rückstand auf den Österreicher. Baumann als Achter zeitgleich mit dem Schweizer Beat Feuz, Schwaiger als Elfter, Schmid als Zwölfter und Sander als 19. – sie zeigten alle, dass mit ihnen auch am Samstag zu rechnen ist. „Wir freuen uns alle sehr auf die Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen. Die Kandahar gehört zu den anspruchsvollsten Abfahrten der Welt, und die Strecke ist traditionell sehr gut präpariert. Das haben die Verantwortlichen in Garmisch-Partenkirchen bereits am vergangenen Wochenende bei den Damen-Rennen unter Beweis gestellt. Trotz schwierigster Wetterbedingungen konnten die Rennen auf einer Top-Piste ausgetragen werden“, sagt Herren-Bundestrainer Christian Schwaiger. Und weiter: „Wir freuen uns auch, dass Thomas Dreßen nach seiner Operation erstmals in dieser Saison in Garmisch-Partenkirchen wieder dabei sein kann. Wir wollen sehen, wie sein Körper auf die Belastungen über die volle Renndistanz reagiert. Danach werden wir gemeinsam entscheiden, ob ein Start in der Abfahrt möglich und sinnvoll ist. Die Rehabilitation verlief bisher nach Plan und die medizinische Abteilung hat grünes Licht für eine Teilnahme in Garmisch-Partenkirchen gegeben. Thomas hat sich beim Trainingscamp vergangene Woche in Tarvisio auf die Kandahar vorbereitet.“ tf

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