Werdenfelser Autotage 2017

“Die Bedingungen für Elektromobilität auf dem Lande sind generell schwieriger als in der Stadt”

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Viele Besucher kamen zu den Werdenfelser Autotagen 2017.

GAP - Einen großen Besucheransturm erlebten am vergangenen Wochenende die Werdenfelser Autotage in der Garmischer Fußgängerzone. Und die Veranstalter bangten wohl aufgrund von Schneefall und Frost nur wenige Tage zuvor, aber pünktlich wie bestellt ließ weitgehender Sonnenschein zur Veranstaltung auch die 15. Auflage zu einem großen Erfolg und Publikumsmagnet werden.

Bereits kurz nach dem Start füllte sich die Fußgängerzone im Ortsteil Garmisch gegen 10 Uhr zusehends, der blaue Himmel ließ die Stimmung bei Ausstellern und Besuchern spürbar steigen. Vom Richard-Strauss-Platz bis zum Ende des Fußgängerbereichs am Marienplatz standen sie nun hübsch und poliert aufgereiht: Die Klein-, Mittel- und Premiummodelle von nicht weniger als 28 Herstellern, angefangen vom sparsamen City-Auto, über Roller und Quads, schicken Limousinen, praktischen Vans bis zu echten Hinguckern wie das Mercedes-AMG 4Matic Cabrio zum Preis von schlappen 215.000 Euro. Dafür bietet der Achtzylinder mit 430 kw auch eine lange Liste mit Sonderausstattungen und Assistenzoptionen. Wohlgemerkt, dieses Traumauto war eines der Hauptattraktionen der Autoschau, neben dem Hyundai-Hüpfmobil für die jüngsten Besucher oder einem Simulator für allerlei virtuellem Fahrspaß . Nicht zu vergessen der Stelzengeher und Luftballonkünstler “Martin”, der schon zur festen Einrichtung der Autotage und Liebling der Kinder geworden ist. 

Hübsche und polierte Autos

 

Dazwischen gab es noch SUVs verschiedenster Couleur zu sehen. Denn gerade diese Fahrzeuge liegen nach wie vor voll im Trend. Zu den ersten Besuchern am Samstag zählte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD), eine überzeugte Radfahrerin und künftig auch Besitzerin eines Hybridfahrzeugs. “Die Bedingungen für Elektromobilität auf dem Lande sind generell schwieriger als in der Stadt”, betonte sie. Und sie hätte sich einen richtigen Durchbruch dieser Antriebsart durchaus gewünscht. “Sonst haben wir ein Luxusproblem und Elektrofahrzeuge taugen reichweitebedingt nur als Zweitwagen”.  

Kerngeschäft ist der Verbrennungsmotor

Ein Problem, dass auch der Händlerschaft durchaus bewusst ist. “Es konzentriert sich momentan noch alles aufs Kerngeschäft – und das ist immer noch der Verbrennungsmotor”, sagt Sven Wiggershaus vom Autohaus Heitz, der seit fünf Jahren zusammen mit den Firmen Hornung und Stanglmair die Organisation dieses Events stemmt. So ist das Interesse und die Nachfrage der Kundschaft nach Elektroautos nach wie vor sehr gedämpft. Dass die Autotage in Garmisch-Partenkirchen mittlerweile so viel Resonanz genießen, freut natürlich auch die Polit-Prominenz. “Es ist eine stattliche Geschichte”, findet Dr. Meierhofer, die sich freut, dass im Garmischer Zentrum über 200 Fahrzeuge, angepriesen von 17 Händlern eine tolle Vergleichs-Plattform für die Bevölkerung bilden. 

Präsenz der Fußgängerzone geschätzt

Dies kann auch Verkaufsberater Michael Simon von Auto-Stanglmair bestätigen: “Die Ausstellung ist bestens eingeführt und mit einem großen Stammpublikum zur festen Einrichtung geworden!” Christian Fischer vom gleichnamigen Oberauer Autohaus schätzt ebenfalls die Präsenz in der Fußgängerzone. “Die Schau dient zum einen der Repräsentation, als auch dem Kontakthalten zum Kunden”. Mit Erfolg! “Gerade das Interesse an unserem ausgestellten Freizeitmobil war groß”, befindet Fischer. Ähnlich zufrieden äußert sich auch Max Kröninger, der als einziger Händler Roller und Quads dem Publikum präsentiert. Und als nach zwei sehr besucherträchtigen Ausstellungstagen eine erste Bilanz zu ziehen war, fiel diese durchwegs positiv aus. “Wetter gut, alles gut”, meinte Bettina Zopf, Chefin vom Autohaus Heitz. Und ihr Marketingverantwortlicher Wiggershaus freute sich über “viele, intensive Gespräche”. “Denn gerade der Samstag war mit allen Altersschichten extrem gut besucht.” Und ein markanter Satz spiegelt die ganze Wahrheit über die Autotage wider: “Sie sind ein “Türöffner” für die ganze Händlerschaft, denn wo kann man sonst ohne jegliche Schwellenangst über 200 schmucke Autos von 28 Herstellern auf 300 Metern direkt miteinander vergleichen?”

Von Klaus Munz

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