Neu-Inszenierung mit knapp 80 Mitwirkenden

"Werdenfelser Krippenspiel"

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GAP – Für ältere Einheimische wird Otto Blümel noch ein Begriff sein: In Augsburg geboren, kam er nach seinem Architekturstudium 1916 als Zeichenlehrer an die Schnitzschule und wurde ab 1920 bis 1949 Direktor der Einrichtung. Der Markt Garmisch-Partenkirchen ernannte ihn 1963 zum Ehrenbürger, 1973 verstarb der vielseitig Begabte im Olympiaort. Mit das Wertvollste, was er hinterlassen hat, ist das von ihm vor dem 2. Weltkrieg verfasste „Werdenfelser Krippenspiel”.

Bereits 1982 nahm sich der „Verein der Werdenfelser Krippenfreunde” unter Vorstand Adolf (Waggi) Rehm dieses Themas an und organisierte zusammen mit dem damaligen Spielleiter Andreas Baumann mit vielen Laiendarstellern erstmals mit großem Erfolg das Spiel. In zeitlichen Abständen folgten weitere erfolgreiche Einstudierungen unter der Regie von Franz Schropp, als Aufführungsort diente zwischendurch auch die Bayernhalle. Nach fünfjähriger Pause wird es in diesem Jahr im Festsaal eine komplette Neu-Inszenierung dieses großartigen Werkes geben. „Wir konnten als Spielleiter den Großweiler Josef Daser gewinnen, der auf und hinter der Bühne bei der Neuwirt-Bühne schon viel geleistet hat”, freut sich Vereinsvorsitzender Ferdl Brunnenmayer. Denn dieses Spiel hat nicht nur einen besonderen Reiz durch die zu spürende Echtheit, den Werdenfelser Dialekt, die stimmigen Trachten und Kostüme. In Ergänzung mit stimmungsvollen Liedern und Musikweisen erfährt die Aufführung mit altehrwürdigen Kulissen auf der Kongresshausbühne seine Abrundung. „Und diese Musik in Verbindung mit der einfühlsam gespielten Handlung von der Menschwerdung Christi wird jeden Besucher im Innersten berühren”, ist sich Brunnenmayer sicher. Wie bei der letzten Aufführung im Jahre 2012, als der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx (siehe Bild) mit weiteren Würdenträgern zu den begeisterten Zuschauern zählte. Und weil die Krippenfreunde auch den ganzen Werdenfelser Bereich und darüber hinaus abdecken, stammen die Mitglieder der Spielergemeinschaft nicht nur aus Garmisch-Partenkirchen und seiner näheren Umgebung, sondern bis aus dem benachbarten Loisach- und Isartal. „Viele von ihnen gehören auch einem Ensemble der verschiedenen Bauerntheater an”, sagt Brunnenmayer. Für die musikalische Leitung ist diesmal Elisabeth Rehm-Wank zuständig. „Fast 80 Mitwirkende sind wieder vor und hinter der Bühne dabei”, schildert Brunnenmayer. Und verspricht allen Besuchern eine wundervolle Einstimmung auf die Krippen- und Weihnachtszeit. Die Spieltermine: Freitag, 15. Dezember, um 19.30 Uhr / Samstag, 16. Dezember, um 19.30 Uhr / Sonntag, 17. Dezember, um 15.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf läuft auch über den Kreisboten-Verlag.

von Klaus Munz

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