Werk von Richard Strauss wurde im Rahmen eines Kunstprojektes bildnerisch umgesetzt

»Alpensinfonie in Farbe«

Schüler
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An dem Kunstprojekt „Alpensinfonie in Farbe“ nahm die achte Ganztagsklasse der Bürgermeister-Schütte-Schule mit Erfolg teil.

GAP – Ilma hat das Gewitter gemalt: Bedrohlich wirken die Wolken, aus denen ein greller Blitz zuckt. Polina entschied sich für eine satte dunkelgrüne Wiese mit einem Baum in der Mitte, im Hintergrund die violett leuchtenden Berghänge. Das Bild heißt „Die Frische nach dem Unwetter“. Die Bilder stellen Szenen aus der „Alpensinfonie“ dar, einer sinfonischen Dichtung von Richard Strauss (1864-1949), die 1915 uraufgeführt wurde. Als 15-Jähriger hatte sich der leidenschaftliche Bergsteiger auf eine Wanderung auf den Heimgarten begeben und war beim Abstieg in ein Unwetter geraten. Am nächsten Tag fantasierte er über dieses Erlebnis am Klavier. Aus dieser Erinnerung heraus, entstand das Konzept, eine ganztägige Bergbesteigung in einer sinfonischen Dichtung zu schildern: den Aufbruch in der Nacht, um den Sonnenaufgang auf den Gipfel erleben zu können, den Weg an Bach und Wasserfall entlang und über Wiesen und Almen zum Gipfel, den Abstieg bei Gewitter und die Heimkehr in der folgenden Nacht.

Wie man das Werk des berühmten Dirigenten und Komponisten bildnerisch umsetzen kann, zeigt eindrucksvoll das Kunstprojekt „Alpensinfonie in Farbe“, an dem die achte Ganztagsklasse der Bürgermeister-Schütte-Schule teilnahm. Mit einer Vernissage im Rahmen der Strauss-Tage im Foyer des Festsaals Werdenfels im Kongresshaus wurden nun die Bilder der Schülerinnen und Schüler gezeigt. Alessandro, Azra, Bengisu, Ceren, Ilma, Lara, Maja, Milana, Nawed und Polina ließen sich von der Stimmung, die die Musik erzeugte, inspirieren. Unter der Anleitung der Krüner Künstlerin Manuela Dilly und der Pädagogin Stella Georgieva entstanden 16 großformatige Acrylbilder: farbenfroh und atmosphärisch Außerdem von Manuela Dilly ein Glaskunstwerk, das eine „eindrucksvolle Farbbrillanz“ zeigt.

Bildnerische Umsetzung.

Begeistert von den Bildern und dem Engagement der Jugendlichen waren Rektorin Stefanie Schmidt und die Zweite Bürgermeisterin des Marktes, Claudia Zolk. „Kunst und Musik in Einklang zu bringen, ist eine Herausforderung“, lobte sie die Jugendlichen, „ich finde es ganz toll!“ Durch die künstlerische Auseinandersetzung mit der Musik werde die ästhetische Bildung gefördert, bekräftigte Stefanie Schmidt.

Das Projekt, dass eigentlich auf sechs Monate angelegt war, verlängerte sich aufgrund der Corona-Pandemie auf 18 Monate. Es wurde gefördert durch das Programm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, durch den Projektpartner „Paritätisches Bildungswerk Bundesverband“, die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und den Kiwanis Clubs Garmisch-Partenkirchen. Deren Präsident Helmut Kröll, ehemaliger Leiter der Musikschule Garmisch-Partenkirchen, freute sich, weil das Konzept den Schülerinnen und Schülern Richard Strauss und seine Musik vertraut mache.

Die jungen Künstlerinnen und Künstler hatten nur wenige Tage vor der Vernissage die Alpensinfonie noch einmal angehört. Es sei eine nahezu meditative Stimmung gewesen, erzählte Klassenlehrer Peter Wowra. Am Ende der Veranstaltung gaben die Jugendlichen ihre Eindrücke zum Projekt preis.

„Immer wenn ich die Berge sehe, muss ich an die Alpensinfonie denken“, sagte eine Schülerin. Was für ein schönes Kompliment an das Werk und seinen Komponisten! AsK

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