Tierfreunde für großes Engagement geehrt

Wertvolle Verdienste des Tierschutzvereins Garmisch-Partenkirchen

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Für Verdienste um den Tierschutz im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurden von Tessy Lödermann (li.) und Gitta Wünsch (re.) ausgezeichnet; (ab 2.v.l.): Dr. Markus Baur, Isabell Grefen, Uta Philippi, Uschi Prem, Horst Hofbauer, Gabi Königbauer, Elke Ziegltrum, Beate Zwickenpflug und Anschi Bauer.

Was würde der Landkreis -   was würden vor allem die vielen aufgefundenen und abgegebenen Tiere -  ohne diese hoch engagierte Frau tun: Sehr zufrieden war Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzvereins des Landkreises Garmisch-Partenkirchen darüber, dass gut 120 Mitglieder zur Mitgliederversammlung in den Gasthof „Zum Schatten“ gekommen waren.

In ihrem Rechenschaftsbericht für das Vereinsjahr 2018 berichtete Lödermann, dass der Tierschutzverein inzwischen auf 1.101 Mitglieder angewachsen ist und das Tierheim gut angenommen wird. Im vergangenen Jahr betreute das Tierheim 966 Tiere: 204 Hunde, 464 Katzen, 125 Kleintiere, 28 Exoten, von der Kornnatter über Zierfische bis hin zu Land- und Wasserschildkröten, 51 Ziervögel, 54 Wildvögel, 30 Wildtiere wie Igel, Rehkitze, Siebenschläfer und Eichhörnchen. Dazu kamen noch Hühner, ein Schaf, zwei Ponys und vier Pferde. 

Über ein Drittel davon, nämlich 365 Tiere waren Fundtiere, wobei Lödermann die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden und dem Landkreis lobt. Auch habe der Tierschutzverein im vergangenen Jahr 73 herrenlose Katzen zur Kastration eingefangen. „Dass hier die Zahlen rückläufig sind, ist ein Beleg dafür, dass sich unsere jahrzehntelangen Kastrationsaktionen lohnen und damit viel Tierleid vermieden wird“, so Lödermann. Auch viele Tierschutzfälle mussten 2018 wieder bewältigt werden. So mussten kranke und viel zu junge Hundewelpen aus illegalen Transporten in der Quarantänestation gesund gepflegt werden. Veterinärämter wurden durch die Aufnahme von Hunden, Katzen, Kleintieren, Vögeln und Fischen aus Animal hoarding-Fällen (krankhaftes Sammeln von Tieren) unterstützt. 

Eingehend berichtete die Vorsitzende auch über die vielfältigen anderen Aktivitäten des Vereins, die von Flohmärkten, Ausstellungen und Veranstaltungen im Tierheim über Gassigeher-Schulungen bis hin zu regelmäßigen Führungen von Kindergärten, Schulklassen und Seniorengruppen gehen. Erfreulich auch der Kassenbericht, der für das Vereinsjahr einen Gewinn von 61.732,55 Euro auswies. Architektin Martina von Thurn stellte den geplanten Erweiterungsbau am Tierheim vor, der 2020 verwirklicht werden soll, um Kapazitätsengpässe zu lösen, Quarantäneplätze für Kleintiere und Vögel und eine Möglichkeit zu schaffen, um schnell auch Großtiere in Not aufnehmen zu können. Die Mitglieder waren von dem Entwurf begeistert und stimmten dem Bauvorhaben einstimmig zu. Als Gastreferent berichtete Dr. Markus Baur, Leiter der Repitilienauffangstation München e.V., über die Arbeit der Einrichtung. Er berichtete darüber, dass die Auffangstation „aus allen Nähten“ platze, da ständig Schlangen, Echsen, Schildkröten, Fische, Spinnen, ja sogar Krokodile und Affen und jüngst auch Weißwedelhirsche aus Transporten und Beschlagnahmungen aufgenommen werden müssen. Anschließend wurden engagierte Tierfreunde „für Verdienste um den Tierschutz im Landkreis“ ausgezeichnet. Der große Beifall nach den Schlussworten von Tessy Lödermann zeigte, dass die Mitglieder mit der Arbeit des Tierschutzvereins und des Tierheims in Garmisch sehr zufrieden sind. kb

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