Wetterwandeckbahn offiziell eingeweiht

Zugspitze: Die höchste Baustelle Deutschlands ist fertig und die neue Sesselbahn am Start

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V.li.: Pfarrer Manfred Reitlinger, Matthias Stauch (kaufmänn. Vorstand), Peter Huber (techn. Vorstand), Bürgermeister Thomas Schmid und die Special Olympics-Athleten Liss Fassbaender und Yannick Wagner.

GAP – Bei frostigem Wetter wurde kürzlich die neue Wetterwandeckbahn auf der Zugspitze eingeweiht. Gemeinsam mit Skilegende Rosi Mittermaier, Bürgermeister Thomas Schmid, geistlichen Vertretern und anderen beging das Team der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG die Feierlichkeiten. 

Mit dabei waren auch die am Bau beteiligten Firmen und 20 aktive Athleten der Special Olympics Garmisch-Partenkirchen 2013, die mit den Ehrengästen die erste offizielle Fahrt unternehmen durften. Die moderne kuppelbare Sechser-Sesselbahn ersetzt die in die Jahre gekommene Doppelschleppliftanlage Wetterwandeck im Skigebiet Zugspitze und bietet Skifahrern und Snowboardern mehr Komfort. Während der Bauarbeiten, die innerhalb von zwei Bergsommern gestemmt wurden, stand die Zugspitzbahn vor einigen logistischen Herausforderungen – schließlich mussten Arbeiter und Baumaterialien erst einmal in das auf knapp 2700 Metern Höhe gelegene Areal befördert werden. Die vorbereitenden Arbeiten für die neue Bahn, die einen Höhenunterschied von fast 300 Metern überwindet, wurden bereits 2011 getroffen: Stations- und Stützenfundamente wurden ausgehoben, Ankerpfähle gesetzt und die Stromversorgung verlegt. Nach dem schneereichen Winter mussten im Frühjahr 2012 zunächst rund 50000 m3 Schnee beiseitegeschoben werden, um den zweiten Bauabschnitt beginnen zu können. Seit Anfang dieses Jahres transportierte das Team der BZB unermüdlich Bauteile zu Berg. Insgesamt wurden 4000 Tonnen Material gefahren und das hauptsächlich in Nachtschichten, um den Tagesbetrieb störungsfrei abwickeln zu können. Alles, was für die Baustelle benötigt wurde – darunter das 25,7 Tonnen schwere Förderseil der neuen Wetterwandeckbahn, die Stützenteile, zwei Baukräne und eine Betonmischanlage – musste mit der Zahnradradbahn zum Zugspitzplatt transportiert werden und gelangte dann über Pistenraupen und Baufahrzeuge zur neuen Talstation der Wetterwandeckbahn. Abgesehen von ihrer Lage wies die Baustelle noch eine weitere Besonderheit auf: Der für den Beton benötigte Sand und Kies konnte durch das Aufbereiten des vorhandenen Felsmaterials aus dem Aushub der Talstation gewonnen werden. Dies wirkte sich positiv auf den Zeitplan aus und freute auch die Budget-Verantwortlichen. Denn so konnten die insgesamt 9,5 Mio. Euro für den Bau eingehalten werden. kb

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