Einsatzkräfte über 10 Stunden lang gefordert

Winterlicher Bergwachteinsatz im Höllental

10 Stunden lang waren die Berwachtkameraden bei dem winterlichen Einsatz im Höllental vergangene unterwegs.
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Über 10 Stunden lang waren die Berwachtkameraden bei dem winterlichen Einsatz im Höllental vergangene Woche unterwegs.
10 Stunden lang waren die Berwachtkameraden bei dem winterlichen Einsatz im Höllental vergangene unterwegs.
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10 Stunden lang waren die Berwachtkameraden bei dem winterlichen Einsatz im Höllental vergangene unterwegs.
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10 Stunden lang waren die Berwachtkameraden bei dem winterlichen Einsatz im Höllental vergangene unterwegs.
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10 Stunden lang waren die Berwachtkameraden bei dem winterlichen Einsatz im Höllental vergangene unterwegs.

Im Gebirge hat der Winter bereits begonnen. Das sollte man dringend bei der Tourenplanung berücksichtigen. Ein Bergsteiger-Paar aus Halle geriet letzte Woche an der Zugspitze aufgrund der winterlichen Wetterverhältnisse in eine Sackgasse - mit der Folge einer abenteuerlichen, über zehnstündigen Rettungsaktion der Bergwacht Grainau.

Das Paar (37 und 30 Jahre) aus Halle (Saale) befand sich vergangenen Mittwoch am Nachmittag im ersten Abschnitt des oberen Höllental-Klettersteigs zwischen Höllentalferner und Zugspitz-Gipfel. Dort herrschten durch den Schneefall der vergangenen Tage bereits winterliche Verhältnisse, das Drahtseil war an einigen Stellen von Schnee bedeckt. Das schlechte Wetter mit Nebel, Schneeregen und starkem Wind verschärfte die Situation. Wegen der schlechten Sicht konnten die beiden Bergsteiger den weiteren Weg nicht erkennen. Nach mehreren Versuchen, diesen zu finden, wurde ihnen bewusst, dass auch der Rückweg durch den mittlerweile teilweise vereisten Klettersteig nicht mehr möglich war. Die Bergsteiger waren zwar relativ gut ausgerüstet, hatten aber kein Seil dabei. Somit waren sie in ihrer misslichen Lage gefangen und setzten den Notruf ab.

Der Einsatzleiter ließ daraufhin die diensthabende Mannschaft alarmieren, zusätzlich wurden über eine Alarmierungs-App weitere Bergretter in Bereitschaft versetzt, falls sich die Situation noch weiter verschlimmern sollte. Nach einer gründlichen Vorbereitung machten sich sieben Bergretter mit der Seilbahn auf den Weg zum Zugspitzgipfel. Von dort begannen sie den anspruchsvollen Abstieg im winterlichen Alpingelände. Teilweise waren die Retter im knietiefen Schnee unterwegs, das Drahtseil und die Klettersteigstufen waren durch den feuchten Schneeregen oft vereist. Dort, wo das Drahtseil unter dem Schnee lag, mussten zusätzliche Sicherungen installiert werden. Etwa 2 Stunden später erreichten die Einsatzkräfte die Bergsteiger, welche sich zwischenzeitlich unter einem Felsvorsprung vor der Witterung geschützt hatten. Mit Wärmewesten ausgestattet, wurden sie, am Seil gesichert, zu einem Absatz direkt über dem Gletscher geführt und dort abgeseilt. Bei Einbruch der Dämmerung waren alle Beteiligten auf dem Gletscher angekommen und setzten den beschwerlichen Abstieg durch den Neuschnee fort. Gegen 21.30 Uhr war die Höllental-Angerhütte erreicht, wo die beiden Geretteten die Nacht verbrachten. Für die Einsatzkräfte stand nach einer Pause und Stärkung noch der Weg durch die Höllentalklamm bis ins Tal an.

Kurz nach Mitternacht war die Mannschaft zurück an der Bergrettungswache, wo es noch galt, die vollkommen durchnässte Ausrüstung zum Trocknen aufzuhängen, bevor gegen 1 Uhr der Einsatz beendet war. Insgesamt waren 9 Bergretter der Bergwacht Grainau über 10 Stunden lang gefordert. kb

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