Der ganze Ort ist zusammengerückt

ZAMMA war ein voller Erfolg - Nachfolgefestival geplant

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Das Konzept von „Zamma“ ist auch in Garmisch-Partenkirchen voll aufgegangen, darüber freuten sich (v.l.): Arno Rauscher (Kreisjugendring), Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer und Florian Wink (Bezirksjugendring).

Rund 28.000 Besucher, positive Rückmeldungen und Kooperationen, die bestehen bleiben, sind das Resümee des einwöchigen ZAMMA Kulturfestivals, das am 20. Juli in Garmisch-Partenkirchen zu Ende gegangen war. Der Bezirk Oberbayern richtet das inklusive Mitmachfestival seit 1980 alle zwei Jahre in einer anderen oberbayerischen Kommune aus. Alle Veranstaltungen werden von den Menschen vor Ort selbst entwickelt. Über hundert Vereine, Organisationen und örtliche Kulturschaffende hatten sich heuer in Garmisch-Partenkirchen mit Eifer am Programm beteiligt und gemeinsam 50 Veranstaltungen entwickelt: von Musik, Theater, Tanz, Bildender Kunst, Umwelt und Religion war alles dabei. 

Der Hauptveranstalter Bezirk Oberbayern war nicht nur mit seinen regionalen Einrichtungen Teil des Programms – dem Freilichtmuseum Glentleiten und der kbo-Lech-Mangfall-Klinik – sondern präsentierte auch seine neue „Kulturkuppel“. Auf dem Richard-Strauss-Platz hat das große blaue Zelt mit der audio-visuellen Installation „Kosmos Oberbayern“ gut 5.000 Besucherinnen und Besucher angezogen. Vor allem die junge Generation war bei „Zamma“ präsent, so bei den Musikveranstaltungen, an denen sich die Musikschule Garmisch-Partenkirchen beteiligt hat: Vom Musikpicknick im Lenzheim, dem Sommer- und dem Kinderkonzert im Kongresshaus bis hin zur Straßenmusik, die für beste Laune sorgte. 

Bei der „Zamma“-Eröffnung im Michael-Ende-Kurpark begeisterten mehrere hundert Schülerinnen der St. Irmengard-Schulen mit Musik und Gesang. Gemeinsam entwickelt und aufgeführt hatten das Werdenfels-Gymnasium und die St. Irmengard-Schulen das Theaterstück „Like my nose“ und den Musikabend „Film im Ohr“. Neben den rund 50 Veranstaltungen hat das Festival – und das war eines der Ziele – nachhaltige Impulse gesetzt. „Was bleibt sind die vielen Kontakte, die durch ‚Zamma‘ zwischen den Menschen entstanden sind – zum Beispiel bei der Chornacht, bei den Straßenfesten in Garmisch und in Partenkirchen oder in der Demokratiewerkstatt, wo über Mobilität, Wohnraum, Jugend und Familie diskutiert wurde. 

"Die Menschen sind im wahrsten Sinn des Wortes näher zusammengerückt“, freute sich 1. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. „Wir haben vor, nächstes Jahr ein kleines Nachfolgefestival von Zamma an einem Wochenende im Sommer zu veranstalten. Vielleicht ausschließlich im Michael-Ende-Kurpark, weil das ein perfekter Ort für Kunst und Kultur, aber auch für das Miteinander der Generationen und aller Menschen ist“, gab Meierhofer bekannt. Der Bezirk Oberbayern fördert ein solches Engagement der Kommune noch für sechs Jahre – in den ersten beiden Jahren mit jeweils 15.000 Euro. Auch bei einzelnen „Zamma“-Projekten ist eine Fortführung bereits im Gespräch und eine Wiederholung angedacht. tra

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