Andreas Oberauer bringt mit der neuen Seilbahn die Post auf Deutschlands höchsten Berg

Der Zugspitz-Postbote

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Andreas Oberauer mit der Post auf dem Weg zum Gipfel.

Landkreis – Seit Dezember 2017 hat die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg, eine neue Seilbahn. Sie bricht gleich mehrere Weltrekorde – und bringt nun auch den Zugspitz-Postboten Andreas Oberauer täglich auf den Gipfel.

Andreas Oberauer ist der Zugspitz-Postbote: Er bringt die Post zu den Menschen, die auf dem Berg arbeiten und betreut Deutschlands höchstgelegene Postfiliale. Seit mehr als zwei Jahrzehnten fährt er von Montag bis Samstag auf den Gipfel. Seit Ende Dezember nutzt er für seinen Arbeitsweg die neue Seilbahn. Oberauer war einer der Ersten, der mit der neuen Rekord-Seilbahn auf den Gipfel fahren durfte. „Die erste Fahrt war atemberaubend“, berichtet Oberauer. Obwohl er mit der alten Eibsee-Seilbahn und der Zahnradbahn schon tausende Male auf den Gipfel gefahren ist, war es für ihn ein besonderes Erlebnis: „Die Seilbahnstütze ist gewaltig und auch die Technik hat mich sehr beeindruckt. Die Seilbahn fährt alle zehn Minuten, sodass ich immer schnell auf dem Gipfel bin.“ In den vergangenen Monaten musste der Zusteller etwas mehr Geduld mitbringen: Die alte Eibsee-Seilbahn, die seit 1963 in Betrieb war, wurde Anfang April 2017 stillgelegt. Während der letzten Bauphase ging es deshalb nur mit der fast 100 Jahre alten Zahnradbahn Richtung Gipfel. Obwohl sich sein täglicher Arbeitsweg dadurch deutlich verlängerte, konnte Oberauer der Umstellung sogar etwas abgewinnen: „Durch das Ausweichen auf die Zahnradbahn brauchte ich mehr Zeit, aber es war zugleich auch eine schöne Abwechslung“, so der Zusteller.

Während der Fahrt kann auch Oberauer den Blick schweifen lassen. Oben angekommen bleibt ihm dafür keine Zeit mehr: Er stellt zunächst die Post zu, unter anderem an die Forschungsstation des Umweltbundesamts und die Gaststätten. Und er öffnet Deutschlands höchstgelegene Postfiliale, damit Besucher und Touristen aus der ganzen Welt Briefmarken kaufen und Postkarten aufgeben können. Zudem gibt es auf der Zugspitze auch einen eigenen Briefkasten. Oberauer leert ihn und stempelt die eingeworfenen Sendungen mit dem beliebten Zugspitz-Sonderstempel. Erst wenn die mitgebrachte Post zugestellt, die Filiale geschlossen und die eingeworfenen Briefe bearbeitet sind, macht sich Oberauer wieder auf den Weg zur Bergstation, um mit der neuen Seilbahn zurück ins Tal zu fahren.

von Kreisbote

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