Zugspitz-Ultratrail war ein voller Erfolg – Ellen Clemens sichert sich Rang drei bei den Damen

Das vergangene Wochenende, an dem der Zugspitz-Ultratrail seine Premiere fand, war ein voller Erfolg, bei dem es mit Ellen Clemens eine einheimische Läuferin auf der knapp 70 Kilometer langen Strecke auf das das Siegerpodest schaffte.

Zum Auftakt am Freitagabend fanden sich zahlreiche Hobbyläufer und Zuschauer ein, um beim „PETZL-Nightsprint“ erste Rennatmosphäre bei toller Abendstimmung zu genießen. Auf der circa 2,4 Kilometer langen Runde rund um das Veranstaltungsgelände am Zugspitzbad und dem Musikpavillon in Grainau, die von allen Teilnehmer zweimal durchlaufen werden musste, waren vom schnellen Läufer bis zum Genussläufer alle Leistungsklassen vertreten. „Wir freuen uns über den Erfolg der Premiere des Petzl-Nightsprints. Für einige Läuferinnen und Läufer war es das erste Mal, mit einer Stirnlampe im Dunkeln zu laufen. Es waren wirklich schöne Eindrücke, die Teilnehmer auf der attraktiven Strecke zu sehen“ meinte Andrea Werner vom Titelsponsor kurz nach dem Rennen. Stirnlampen waren beim Nightsprint unbedingt erforderlich, denn die Strecke führte mit Einbruch der Nacht über Treppen, steile Trails und schmale Pfade rund um das Start- und Zielgelände. Die Nachtläufer bekamen einen stimmungsvollen Eindruck dessen, was die Ultraläufer auf den langen Strecken rund um die Zugspitze am Tag danach erwarten sollte. „Unsere Männer laufen morgen die große Runde und wir wollen nicht nur zuschauen, sondern auch ein wenig laufen“, erklärten zwei Teilnehmerinnen glücklich nach dem Zieleinlauf. Als schnellster Läufer überquerte der Münchener Julien Chiroi aus München die Ziellinie. Er benötigte für den Nightsprint 16:17 Minuten. Nur knapp dahinter belegte Johannes Klotz aus Grainau den zweiten Rang in 16:19 Minuten vor dem für den SC Eibsee Grainauer Erdinger Alkoholfrei startenden Ander Seuffert, der für die zwei Runden 16:24 Minuten benötigte. Ebenfalls aus Grainau stammt die schnellste Dame: Ines Greif absolvierte den Rundkurs in 22:01 Minuten vor Inge Heizmann aus Rietheim Weilheim, die nach 24:22 Minuten ins Ziel kam. Den dritten Platz sicherte sich Tatjana Lange aus Hamm in 25:26 Minuten. Für alle Platzierten gab bei der Siegerehrung unter dem Applaus vieler Zuschauer im Grainauer Musikpaviollon wertvolle Sachpreise. „Super war es, schön war es und dunkel. Mit einer Stirnlampe war man aber bestens gerüstet ", lautete das kurze und stimmige Fazit von Andrea Werner. Am Samstag kam es dann zum Höhepunkt des Wochenendes. Am Vortag des Rennens war keiner der drei favorisierten internationalen Topläufer zu einer Rennprognose bezüglich der Ultratrail-Strecke mit 101 km Länge zu bewegen. Hoch gehandelt bei den Kennern der Szene wurden sowohl die beiden für das Team Salomon Spain startenden Iberer Miguel Heras und Iker Karrera Aranburu als auch der aus Südafrika angereiste Ryan Sandes. Aber auch den deutschen Teilnehmern Christian Stork, Matthias Dippacher, Dr. Thomas Miksch und Uli Calmbach wurden hohe Chancen auf einen Podestplatz eingeräumt. Bei den Damen ging Julia Böttger vom Salomon Team Deutschland als Favoritin auf die lange Strecke. Bei der Supertrail-Distanz gehörte die größte Aufmerksamkeit dem erst 19jährigen Philipp Reiter: „Ich bin noch nie so weit gelaufen. Ich bin einmal gespannt wie das wird“ meinte die deutsche Trailrunning Nachwuchshoffnung im Vorfeld. Dem jüngsten Teilnehmer war dann auch der Sieg bei der 68,8 Kilometer langen Strecke, bei der es galt 3120 Höhenmeter zu überwinden , nicht zu nehmen. Reiter benötigte 7:04 Stunden und zeigte sich im Ziel überglücklich. Lange Zeit lief er zusammen mit Anton„Dodo“ Philipp an der Spitze, um sich rund zehn Kilometer vor dem Ende entscheidend abzusetzen und einem einsamen Sieg entgegen zu laufen. Philipp, vom Berglaufteam Haglöfs, benötigte 16 Minuten mehr. Als dritter Läufer erreichte das Ziel im Musikpavillon Grainau Florian Stelzle vom Team Gamsbock aus Landshut. Die Frauenkonkurrenz konnte die in Bayreuth studierende Polin Kasia Zajac nach 9:05 Stunden sichern. Doppelte Freude herrschte unterdessen im Hause Philipp, denn Simone Philipp von den Mountainheros Salomon erreichte als zweite Frau nach 9:22 Stunden die Ziellinie. Nur drei Minuten später folgte die Garmisch-Partenkirchnerin Ellen Clemens vom Team Salomon Berglaufteam nach 9:25h. In einem waren sich alle Erstplatzierten einig: „Eine wunderschöne Strecke, eine gelungene Premiere, es hat Spaß gemacht, hier zu laufen“, betonte Philipp Reiter im Ziel stellvertretend. Wie kaum anders zu erwarten bestimmten die beiden Spanier Miguel Heras und Iker Karrera Aranburu von Beginn an das Rennen an der Spitze auf der langen Strecke über 101 Kilometer. Mathias Dippacher setzte sich hinter den beidenSpaniern von Beginn an auf die dritte Position, die er bis zum Ende des Rennens behaupten sollte. Der Südafrikaner Ryan Sandes blieb einige Zeitauf Platz sechs und lief erst auf der zweiten Hälfte auf Dippacher auf, der sich allerdings auf den letzten Kilometern wieder absetzen konnte. Am Ende betrug sein Vorsprung auf den „Sandmann“ rund vier Minuten. Miguel Heras setzte sich entscheidend erst auf den letzten Kilometern von seinem Landsmann ab und holte sich nach 10:55 Stunden den Sieg bei der Premiere des Rennens. Iker Karrera Aranburu kam als Zweiter nach 11:09 Stunden ins Ziel. Matthias Dippacher benötigte für die 101 Kilometer lange Strecke, auf der es 6474 Höhenmeter zu überwinden galt, 11:14 Stunden. „Trailschnittchen“ Julia Böttger vom Team Salomon Deutschland wurde ihrer Favoritenrolle bei den Frauen mehr als gerecht. Sie lief von Beginn an ein einsames Rennen an der Spitze und erreichte das Ziel im Musikpavillon Grainau nach 14:15 Stunden. „Es war ein schöner, aber auch sehr harter Lauf“, so das kurze Fazit der Siegerin. Auf dem zweiten Platz behauptete sich die Ungarin Ildiko Wermerscher, die für den FT Jahn Landsberg am Lech läuft und nach 15:07 Stunden das Ziel erreichte. Andrea Calmbach aus Donzdorf folgte auf Platz drei nach genau 16:00 Stunden.

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