Zwei Bürgerbegehren zu Olympia 2018 – Sowohl Befürworter als auch Gegner haben jeweils zirka 2400 Unterschriften übergeben

Die Vertreter des Bündnisses „NOlympia“ (v.l.) Karl Merk, Renate Grünauer und Reiner Schmid-Egger übergeben die Listen Bürgermeister Thomas Schmid. Foto: Ilka Trautmann

Am Donnerstag kamen die Vertreter von „Olympi-Ja“ ins Rathaus Garmisch-Partenkirchen, um die bisher gesammelten Unterschriften pro Olympia abzugeben. Tags darauf waren die Olympiagegner des Bündnisses „NOlympia“ bei Bürgermeister Thomas Schmid.

Befürworter und Gegner liefern sich in diesem Stadium ein Kopf-an-Kopf-Rennen und überreichten jeweils ca. 2400 Unterschriften. Bürgermeister Thomas Schmid sagte zu, dass die prall gefüllten Listen zügig nachgezählt werden, denn die Marktgemeinde muss anhand des Wahlverzeichnisses prüfen, ob die Unterschriften von wahlberechtigen Garmisch-Partenkirchnern stammen und eventuelle Doppelungen heraussortieren. Für diesen Aufwand werden zusätzliche Kräfte rekrutiert. In zwei Wochen wird das Ergebnis der Nachzählung vorliegen, dann kann der Gemeinderat über die Zulässigkeit der beiden Bürgerbegehren entscheiden. Ob die Bürger dann zum Bürgerentscheid nur einmal an die Wahlurnen gebeten werden und auf eine Stichfrage antworten müssen, bleibt abzuwarten. Die Gegner wollen eine Überprüfung der Verträge mit dem IOC erreichen, die Befürworter wollen ein Ja zur Bewerbung. Unterdessen bleibt die Olympiabewerbung 2018 auch in den überregionalen Schlagzeilen. So wurde eine IOC-Befragung bekannt, die den Rückhalt in der Bevölkerung zum Inhalt hat. 61 Prozent der Deutschen sprechen sich für die Bewerbung aus, in Frankreich liegt die Unterstützung bei gerade einmal 51 Prozent, in Südkorea bei sehr deutlichen 93 Prozent. Nahezu zeitgleich wurden Finanzierungslücken im Budget der Bewer- bungsgesellschaft für München 2018 in Höhe von 7 Mio. Euro bekannt. Diese Lücke soll durch Sponsoren aus der Wirtschaft geschlossen werden; Kritiker befürchten, dass die Öffentliche Hand mit Steuergeldern einspringen muss. Auch für den Bürgerentscheid entstehen Kosten: 40000 Euro. Falls die Garmisch-Partenkirchner nur einmal an die Urnen gerufen werden, käme man mit 25000 Euro aus.

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