St. Irmengard gewinnt 7 und Werdenfels-Gymnasium 2 Preise

Zwei Schulen aus Garmisch-Partenkirchen waren erfolgreich bei Jugend forscht

Schulleiter und Projektbetreuerin
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Fachlehrerin und Projektbetreuerin Dr. Sabine Wimmer-Kleikamp und Schulleiter Otmar Würl freuen sich über die Nominierung zur Bayerischen Forscherschule 202.
  • vonFranziska Pawel
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GAP – Acht Arbeiten wurden eingereicht, sieben Preise abgeräumt! Dr. Sabine Wimmer-Kleikamp, Chemie- und Biologielehrerin am Garmisch-Partenkirchner St.-Irmengard-Gymnasium, ist glücklich über das positive Abschneiden ihrer Schülerinnen beim virtuellen „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb. „Die meisten Arbeiten sind aus dem Wahlfach „Jugend forscht“, das ich virtuell betreut habe, hervorgegangen“, sagt die Lehrerin. Mindestens ebenso stolz auf die motivierten Mädchen ist Schulleiter Otmar Würl. „Ein großartiges Engagement, ein toller Einsatz gerade in Corona-Zeiten“, urteilt Würl.

Dafür gab‘s für St. Irmengard dann von der Jury auch noch die Nominierung, um „Bayerische Forscherschule des Jahres 2021“ werden zu können. Die Nominierungsplakette wurde bereits zugeschickt. Um die Auszeichnung letztlich zugesprochen zu bekommen, muss sich das Gymnasium mit einer Aufstellung aller Aktivitäten bis Juni bewerben. Grandiose Ergebnisse, bei denen es nur einen kleinen Wermutstropfen gab: Abiturientin Emily Hokamp, die für ihre Fallstudie „Einfluss von Morbus Alzheimer auf Gedächtnissysteme und die Konzentration“ eigentlich für den 1. Platz in Biologie nominiert war, erhielt dann doch ‚nur‘ den 2. Platz. Der 1. Platz wurde heuer nicht vergeben. Schade, denn damit entging ihr die Delegierung zum bayerischen Landeswettbewerb, der sowohl für „Jugend forscht“ als auch für die Kategorie „Schüler experimentieren“ (also für die Jüngeren) online stattfand.

Das Thema Morbus Alzheimer hatte sich Emily bewusst ausgesucht, da ihr Opa an dieser Krankheit leidet. „Ich habe einen persönlichen Bezug zu meinem Forschungsthema, das mich schon länger interessiert, da immer noch wenig über die Auslöser der Krankheit bekannt ist“, sagt sie. Auch der 3. Preis Biologie ging in diesem Jahr an eine Abiturientin des St. Irmengard-Gymnasiums. Kalena Martensen punktete mit ihrem Projekt „Einfluss von Achtsamkeitsmeditation auf den Blutserotoninspiegel und Lebenszufriedenheit“. Herausragend auch die Arbeit von Sechstklässlerin Tamina Nöldeke, die im Fach Chemie ein Wasserproben-Experiment durchführte und dafür den 2. Platz in der Kategorie „Schüler experimentieren“ erhielt.

„Es war so schade, dass wir in diesem Jahr nicht nach Schongau fahren, uns mit Schülerinnen, Schülern und Lehrern aus den anderen Gymnasien austauschen konnten“, bedauert Dr. Wimmer-Kleikamp nachträglich. Die Schongauer Firma Hoerbiger ist seit 17 Jahren Sponsor und Pate der Wettbewerbe im Voralpenland, lädt stets dorthin ein. „Damit leistet unser Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Bildungsstandortes Deutschland“, sagt Dr. Stefan Felber, Leiter der Regionalwettbewerbe.

Aus dem Landkreis waren außer den Irmengartlerinnen auch zwei Teams des Garmisch-Partenkirchner Werdenfels-Gymnasiums online dabei. Eine der Sechstklässler-Gruppen, angeleitet von Physiklehrer Markus Baur, erhielt in der Kategorie „Schüler experimentieren“ für ihr Projekt „Kann man mit der Sonne eine Dampfturbine betreiben?“ sowohl den Sonderpreis Umwelttechnik, als auch den Sonderpreis für gute Teamarbeit zugesprochen. Insgesamt nahmen 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – weniger als sonst, aber immerhin - mit 38 Projekten trotz der erschwerten Umstände bei den Wettbewerben im Voralpenland dabei. Sechs erste und 25 weitere Preise wurden vergeben. Neun Auszeichnungen davon gingen an die jungen Forscherinnen und Forscher in Garmisch-Partenkirchen. Die Mädchen von St. Irmengard hatten dabei die Nase vorn. sm

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