Das könnte Sie auch interessieren

Kind in Dachlawine vermutet

Kind in Dachlawine vermutet

Kind in Dachlawine vermutet
Günztaler Skating Tag bei schönstem Winterwetter

Günztaler Skating Tag bei schönstem Winterwetter

Günztaler Skating Tag bei schönstem Winterwetter
Ermittlungen gegen Buchloer Pfarrer eingestellt

Ermittlungen gegen Buchloer Pfarrer eingestellt

Ermittlungen gegen Buchloer Pfarrer eingestellt

„1000 Schulen für unsere Welt“

Kreistag Ostallgäu befürwortet Schulbauinitiative in Entwicklungsländern

+
Entwicklungsminister Müller unterstützt die Initiative der kommunalen Spitzenverbände. Auf dem Foto: Reinhard Sager (v. li.), Präsident des Deutschen Landkreistages, Dr. Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister, Uwe Zimmermann, stellv. Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetages.

Marktoberdorf/Ostallgäu – Der Landkreis Ostallgäu wird die Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ unterstützen. Das entschieden die Kreisräte in ihrer Jahresabschlusssitzung vergangenen Freitag und schlossen sich damit einstimmig dem Antrag der Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen an.

„1000 Schulen für unsere Welt“ ist eine kommunale Gemeinschaftsinitiative, die der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund gemeinsam mit Schirmherr Dr. Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister (CSU) jüngst gestartet haben. Auch Landrätin Maria Rita Zinnecker ist eine Befürworterin des Projekts.

Die Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ hat zum Ziel, mit Spenden von Bürgern und der lokalen Wirtschaft insgesamt 1000 Schulen in Afrika, Asien und Südamerika zu bauen. Vorreiter ist der Landkreis Donau-Ries, der bereits begonnen hat, in Kooperation mit der Reiner Meutsch Stiftung „Fly & Help“ mehr als 20 Schulen in Afrika zu errichten. Das Ostallgäu schließt sich dieser Initiative nun an, weil sich der Wert von Bildung hier in positiver und vorbildhafter Weise mit den Bemühungen der Bildungsregion Ostallgäu verknüpfen lasse, wie Hubert Endhardt (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte. „Wir wollen Kindern und Jugendlichen den Weg zu einer angemessenen Schulbildung eröffnen“, fügte Landrätin Zinnecker an.

Eine Schule für 50.000 Euro

„Bildung zu fördern heißt, Armut zu verringern.“ So lautet der Leitsatz der Gemeinschaftsinitiative, die darüber hinaus Perspektiven vor Ort schaffen und Menschen eine Zukunft in ihren Heimatländern geben will. Für rund 50.000 Euro könne in den betroffenen Regionen eine Schule gebaut werden, die bis zu 1000 Schülerinnen und Schülern den Zugang zu erster Bildung ermögliche, beschrieb es die Landrätin. Sie plauderte auch, dass Kollege Stefan Rößle, Landrat im Kreis Donau-Ries, sogar seinen Drittwagen, einen Porsche 911 für den Bau einer Schule in Afrika verkauft habe. Denn bei den Schulbauprojekten sollen explizit keine Steuermittel, sondern Bürgerspenden und Sponsorengelder eingesetzt werden. Die Landrätin warb dafür, „Multiplikatoren zu gewinnen, so dass sich ausreichend Spender für das Projekt finden.“

Über die Stiftung Fly & Help wird mit den eingeworbenen Geldern ein konkretes Schulbauprojekt umgesetzt. Einen konkreten Projektvorschlag erhält die Kommune, wenn die nahezu vollständige Fördersumme zur Verfügung steht. Der Fortschritt „ihrer“ Schule kann von den Spendern verfolgt werden und macht das Engagement für die Bürger greifbar. So sichert es die Stiftung, die in den letzten Jahren bereits rund 250 Schulbauprojekte realisiert hat, jedenfalls in einem Schreiben zu.

So fand die Gemeinschaftsinitiative zwar die gesammelte Zustimmung aller Kreisräte, es gab jedoch auch Stimmen aus dem Gremium, die mahnten, über diese neue Initiative hinaus bestehende Entwicklungsarbeit der Kommunen nicht zu vergessen oder gar zu vernachlässigen. Regina Renner (SPD) erinnerte an die Partnerschaft der Stadt Füssen mit einer Schule in Bangladesh, in Seeg gebe es ein ähnliches, überörtliches Engagement, ebenso in Pfronten mit der Ghana-Hilfe.

von Angelika Hirschberg

Das könnte Sie auch interessieren

Damit die Reise gut startet

Nach langer Zeit gibt es wieder einen Kiosk am Kaufbeurer Bahnhof

Nach langer Zeit gibt es wieder einen Kiosk am Kaufbeurer Bahnhof

Vorstellung eines digitalen Netzwerkes zur Unterstützung von Migranten und Neubürgern

Einführung der App „Integreat“ in Kaufbeuren

Einführung der App „Integreat“ in Kaufbeuren

Gute 100 Tage im neuen Landtag

MdL Bernhard Pohl (FW) zieht positive Bilanz in München

MdL Bernhard Pohl (FW) zieht positive Bilanz in München

Auch interessant

Meistgelesen

B 472 zwischen Burk und Stötten auf 7,5 Tonnen beschränken
B 472 zwischen Burk und Stötten auf 7,5 Tonnen beschränken
Unbekannter öffnet Beifahrertür und stiehlt Handtasche
Unbekannter öffnet Beifahrertür und stiehlt Handtasche
Comic-Helden, Fabelwesen und Co. beleben Saskaler Ball
Comic-Helden, Fabelwesen und Co. beleben Saskaler Ball
Digitalisierung und Strebs: Wer soll das bezahlen?
Digitalisierung und Strebs: Wer soll das bezahlen?

Kommentare