Obergünzburg: 150-jähriges Jubiläum der Feuerwehr und Einweihung des Gerätehauses

Vier gute Gründe zu feiern

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Bürgermeister Lars Leveringhaus übergab die Schlüssel für den Anbau des Feuerwehrhauses und den neuen Mannschaftstransportwagen an Kommandant Markus Schäftner und zweiten Kommandant Günther Ratzke. Rechts im Bild: Marion Bartl, die mit der Planung des Anbaus betraute Architektin.

Obergünzburg – Nachdem das neue Feuerwehrgerätehaus am vergangenen Donnerstag im geladenen Kreise eingeweiht wurde, folgten die entsprechenden öffentlichen Festlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Obergünzburg mit einem beschwingten Programm im Festzelt auf der Rösslewiese.

Mit der Einweihung des Erweiterungsanbaus, zwei Neuzugängen zum bestehenden Fuhrpark, der Gründung der Jugendfeuerwehr und dem 150-jährigen Gründungsjubiläum hatten die Floriansjünger der Freiwilligen Feuerwehr Obergünzburg gleich vier gute Gründe, um zu feiern. Ein Festakt bildete am vergangenen Donnerstag den Auftakt für die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Obergünzburg. Wenn sich die Gründung einer Feuerwehr zum 150. Mal jährt, „ist das etwas ganz Besonderes“, so der bayerische Justizminister Winfried Bausback, einer der zahlreichen Festredner beim feierlichen Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Obergünzburg.

Nebst Vertretern der Lokalpolitik fanden sich auch die Nachbar- und Patenwehren der Jubelfeuerwehr ein, um ihre Glückwünsche zu überbringen. Landrätin Maria Rita Zinnecker verlieh anlässlich dieses Jubiläums eine Urkunde des Landkreises für die „allzeit erwiesene Bereitschaft und Pflichterfüllung einer der ältesten Feuerwehren Bayerns“. Dieser Einsatz für das Leben anderer, nicht selten unter Gefahr für das eigene Leben, sei „nichts anderes, als tiefste Nächstenliebe“. Damit die Kameraden der Feuerwehr stets wohlbehalten aus ihren Einsätzen zurückkehren, segneten die Geistlichen Pfarrer Walter Böhmer und Pfarrer Friedrich Martin den neuen Mannschaftstransportwagen und gaben auch dem gebraucht erworbenen Gabelstapler und dem Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus ihren Segen. 

Dieser war mit einer Punktlandung rechtzeitig zu Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten fertiggestellt worden und konnte nun in einer symbolischen Schlüsselübergabe offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Dank „2500 Stunden“ ehrenamtlicher Arbeit, so Kommandant Markus Schäftner, konnte ein großer Teil der Bauarbeiten selbst vorgenommen werden. Schäftner dankte für dieses Engagement, das den Helfern „neben Beruf, Familie und Einsatz“ in den vergangenen Monaten Einiges abverlangt hatte. Laut Schäftner sei das Aufgabengebiet der Feuerwehr in den Jahren seit der Gründung „deutlich umfangreicher geworden“. Der Anbau schaffe eine „Basis, um auf zukünftige Anforderungen der Feuerwehr zu reagieren“. 

Eines sei jedoch geblieben: Nur durch „das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrler konnte unzähligen Menschen in den letzten Jahren das Leben gerettet werden“. Umso wichtiger sei es, mehr Jugendliche für Arbeit der Feuerwehr zu begeistern. Aus diesem Grund verkündete Schäftner mit Stolz die offizielle Gründung einer Jugend- feuerwehr. Christoph Lang, Kommandant der Österreicher Partnerwehr Raffelstetten, betrachtete die Gründung der Jugendgruppe als Entscheidung mit Weitblick: „Wer die Jugend hat, hat auch die Zukunft“. 

Langs Worte über das Ehrenamt bei der Feuerwehr hatten jedenfalls Potential, bereits die ersten Jugendlichen für die neue Jugendgruppe zu gewinnen: Die „wahren Helden“ seien nicht die Fußballer, die derzeit bei der WM gefeiert würden, sondern die Feuerwehrler, die „Tag für Tag rausfahren“, um Leben zu retten. von Sabrina Hartmann

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