2. Straßenkunstfestival auf dem Kaufbeurer Kirchplatz

Künstlern auf die Finger geschaut

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Die jungen Akrobaten von Anam Cara fesseln ihr Publikum mit menschlichen Pyramiden.

Kaufbeuren – Kunst, Kreativität und tolle Stimmung im Überfluss gab es am vergangenen Samstag auf dem Kaufbeurer Kirchplatz beim 2. Straßenkunstfestival. Eine Masse an Besuchern und ein breit gefächertes Programm aus Musik, Kunst und Schauspiel begeisterten vom Vormittag bis spät in die Nacht.

„Das Wetter war supergut, der Platz war voll, die Stimmung steigerte sich kontinuierlich, bis schließlich alle laut mitsangen.“ Stephan Wiegand, alias „Doc Fetzer“, unter anderem Vorstand von Live Talente e. V. und damit treibende Kraft bei der Organisation, zeigte sich am Ende hochzufrieden über den Gesamtverlauf des zweiten Straßenkunstfestivals in Kaufbeuren. Es habe zwar weniger Zuschüsse als im Vorjahr gegeben, aber dafür sei sehr viel mehr umgesetzt worden.

„Am Abend waren wir restlos ausverkauft und Getränke haben wir sogar zwei- oder dreimal nachgeholt“, erklärte „Doc Fetzer“. Somit kann sich die Hilfsorganisation humedica freuen, denn jeglicher Gewinn aus der angebotenen Verpflegung wird ihr zugute kommen. Mitglieder von humedica waren selbst ebenfalls nicht untätig und mit einem Stand vertreten, wo kleine und große Kinder Gipshände herstellen und bemalen konnten. Helmut Toischer, Vizevorstand der Live-Talente und Vertreter des phantastischen Realismus, ließ sich ebenso beim Schaffensprozess auf die Finger schauen wie Helmut Zellner mit seiner Blechkunst oder die Mitglieder vom Kulturzentrum Elita e. V.. Dort konnte man überdies unter dem Motto „Kaufbeuren malt zusammen“ selbst seine Lieblingsfarben und -formen auf eine große Leinwand bringen. 

Gleich zu Beginn hatten Marcel Mücke (16) und Jakob Trautwein (14) mit unerwarteter Stimmgewalt das um zehn Uhr bereits erschienene Publikum begeistert. Auch sämtliche nachfolgenden Nummern des 14-stündigen non-stop-Programms auf der Bühne und auf dem Kirchplatz sorgten für ausgezeichnete Unterhaltung und boten von Musik bis Akrobatik etwas für jeden Geschmack. Nach diesem erneuten Erfolg will Stephan Wiegand selbstverständlich auch nächstes Jahr wieder ein Straßenkunstfestival veranstalten. 

Da vielen Teilnehmern aus dem Bereich der bildenden Künste der Aufwand für nur einen Tag zu groß erscheint, stehen derzeit sogar Überlegungen im Raum, das Festival vielleicht rund um die Kletteranlage in der Buronstraße aufzuziehen und auf ein ganzes Wochenende zu erweitern. Man wird sehen. von Ingrid Zasche

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