Hoffest der freiwilligen Feuerwehr Buchloe

Wechsellader in Betrieb genommen

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Stolz präsentieren Feuerwehrkommandant Thomas Ogiermann (v. li.), 3. Bürgermeister Herbert Barthelmes, 1. Bürgermeister Josef Schweinberger, 2. Bürgermeister Manfred Beck und der stellvertretende Kommandant Jürgen Schwelle das 400.000 Euro teure Fahrzeug.

Buchloe – Wenn die freiwillige Feuerwehr ruft, kommen die Buchloer mit Kind und Kegel. Vergangenes Wochenende hatten Feuerwehrchef Thomas Ogiermann und seine Kameraden zum Hoffest eingeladen. Anlass dafür war die Inbetriebnahme des neuen Wechselladerfahrzeugs, das frisch geschmückt und im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienst am Kriegerdenkmal den kirchlichen Segen erhielt.

Mit Pauken und Trompeten der Stadtkapelle und Fahnenabordnungen der Nachbarfeuerwehren ging es dann zum Feuerwehrhaus. Bürgermeister Josef Schweinberger hatte zu Ehren der Feuerwehr seine Amtskette umgelegt. Im Laufe des Sonntags nutzten über 2000 Buchloer das sonnige Wetter, um einen Ausflug zu ihrer Wehr zu machen. Auch aus den Nachbargemeinden waren viele Besucher gekommen.

Bewirtet wurden die Besucher von den Frauen der Feuerwehrmänner mit Mittagessen und Kaffee und Kuchen. Mehr als 80 leckere Torten und Kuchen hatten die Damen gebacken, die auch ganz schnell ausverkauft waren. Um das Mittagessen hatte sich die Küchengruppe der Feuerwehr gekümmert.

Mit kleinen und größeren Übungen demonstrierten die Feuerwehrfrauen und -männer die Leistungsfähigkeit ihrer Wehr. Mit der Spreizschere machten die Floriansjünger im Nu aus einem Kombi ein Cabrio. Die Kinder durften in den Feuerwehrautos spielen. „So gewinnt man den Nachwuchs für sich“, meinte Schweinberger im Gespräch mit unserer Zeitung.

In Minutenschnelle verwandelten die Buchloer Feuerwehrmänner einen alten Passat zum Cabrio. Demonstriert wurde vor großen Publikum eindrucksvoll die Rettung von eingeklemmten Personen in Fahrzeugen.

Schon am Samstagabend gab es eine Riesenfete auf dem Feuerwehrgelände. Die Gruppe „The Mercuries“ spielte vor den rund 1500 Besuchern bis weit nach Mitternacht auf. Der laue Sommerabend ließ diese Freiluftveranstaltung zu einem Riesenerfolg werden.

„Vor 20 Jahren haben wir das erste Hoffest gemacht“, erzählte Ogiermann unserer Zeitung. Jetzt ist es das erste im neuen Feuerwehrgebäude an der Autobahn.

Buchloes Bürgermeister dankte der Kreisbrandinspektion für die gute Beratung, denn der Kauf dieses Fahrzeuges sei richtungsentscheidend für zukünftige Fahrzeugbeschaffungen im Landkreis Ostallgäu. Landrätin Maria Rita Zinnecker war angereist, um das neue Wechselladerfahrzeug in Augenschein zu nehmen. Immerhin hat der Landkreis Ostallgäu sich mit Zuschüssen in Höhe von 88.000 Euro an der Finanzierung beteiligt. Die Landrätin sprach nicht nur ihren Dank an die Buchloer Wehr aus. Auch für sie sei der Einsatz von Wechselladerfahrzeugen ein zukunftsweisendes Konzept, von der der gesamte Landkreis profitieren werde. Im sogenannten Rendez­vousverfahren können die Kommunen in Kaufbeuren und landkreisübergreifend auch Landsberg und Kaufering m Notfall auf die Buchloer Wehr zurückgreifen wie auch umgekehrt.

Die gesamten Beschaffungskosten lagen bei rund 400.000 Euro. Neben dem Zuschuss des Landkreises erhielt die Stadt Buchloe weitere 112.000 Euro als Zuschuss vom Freistaat Bayern, so dass die Stadt einen Eigenanteil von knapp 200.000 Euro leisten muss.

Ogiermann ist dankbar, dass die Stadt Buchloe hinter ihrer Feuerwehr steht. „Wir pflegen einen guten Draht zu den Bürgermeistern, dem zuständigen Verwaltungsleiter Arthur Salger und dem gesamten Stadtrat“. Bis vor kurzem war Rathauschef Schweinberger selbst aktives Feuerwehrmitglied und ist zu manchem Einsatz mit ausgerückt. Das ist nun leider für Josef Schweinberger nach seinem Herzinfarkt nicht mehr möglich. Niemand bedauert das mehr als er selbst.

Das neue Fahrzeug ist ein Mercedes Allradfahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 29 Tonnen und einer Motorleistung von 430 PS. Für eine bessere Wendigkeit wurde die dritte Achse als Lenkachse mit Liftfunktion ausgeführt, um auch enge Straßen im Wohngebiet befahren zu können.

Dazu wurden zeitgleich zwei Abrollbehälter (AB) beschafft. Der AB Wasser ist für größere Brandeinsätzen gedacht und verleiht der Feuerwehr mehr Flexibilität, vor allem an Orten mit schlechter Wasserversorgung wie beispielsweise auf der Autobahn. Der AB Wasser verfügt über einen Tank für 7500 Liter Wasser. Außerdem sind ein Schaumtank mit 400 Litern und eine Pulverlöscharmatur mit 250 Kilogramm integriert. Der AB Wasser hat eine eigene Pumpe mit einer Förderleistung von 1900 Liter pro Minute.

Der AB Transport hilft der Feuerwehr, wenn diverse Materialien zu Brand- oder Katastrophenorte transportiert werden müssen, beispielsweise Notstromaggregate oder Sandsäcke.

von Siegfried Spörer

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