Abschließende Arbeiten im Gange

Bauabschnitt fertiggestellt

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Die Verantwortlichen beim „2+1“-Ausbau zwischen Kraftisried und Geisenried feiern den Abschluss: Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamts Kempten, Josef Merk (v. re.); Bürgermeister von Unterthingau, Bernhard Dolp; Landrätin Maria Rita Zinnecker; Bundestagsab- geordneter Stephan Stracke; Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamts Kempten, Thomas Hölzl; Bürgermeister von Marktoberdorf, Dr. Wolfgang Hell; Bauleiter am Anschnitt Geisenried von der Firma Kutter, Marco Schenk und Leiter Straßenbau von der Firma Kutter, Rainer Rogg.

Geisenried/Ostallgäu – Der Verkehr rollt wieder auf der B12 zwischen Kraftisried und Geisenried – neu mit wechselseitigen Überholmöglichkeiten. Die abschließenden Arbeiten sind im Gange.

Nachdem bereits im letzten Jahr der erste Teil-Bauabschnitt bei Kraftisried über 3,2 Kilometer abgeschlossen wurde, ist jetzt der Abschnitt Geisenried mit der gleichen Länge fertiggestellt worden, erläuterte Thomas Hölzl, Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamtes Kempten bei einem Pressetermin. 

Die Gesamtkosten betrugen dabei 6,1 Millionen Euro und wurden durch den Bund bezahlt. Ziel war die Verbesserung des Verkehrsablaufes und der Verkehrssicherheit durch einen Ausbau auf „2+1“-Querschnitt mit wechselseitigen Überholmöglichkeiten. 

Abteilungsleiter im Bauamt Josef Merk ergänzte mit konkreten Zahlen: „Es wurden insgesamt 50.000 Kubikmeter Boden geliefert und 31.000 Tonnen Asphalt aufgetragen. Das entspricht circa 1.400 Asphalt-LKW-Ladungen“. Neben zwölf Kilometer Wildzaun und 5,6 Kilometer Entwässerungsleitungen wurden auch zwei Regenklärbecken angelegt. 

Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke sieht im Ausbau der B12 eine erhebliche Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Verkehrsqualität. „Das politische Ziel aus der Region ist und bleibt der vierspurige Ausbau der B12“, betonte Stracke. Die jetzt abgeschlossene Baumaßnahme sei ein wichtiger Zwischenschritt. 

2000 Projekte, davon allein 1.500 für den Straßenverkehr, im Gesamtvolumen von circa 110 Milliarden Euro seien im Bundesverkehrswegeplan für die nächsten 15 Jahre angemeldet. Stracke appellierte auch an alle Bürger und Kommunen, die neu eingeführte Öffentlichkeitsbeteiligung zu nutzen und damit die Wichtigkeit des vierspurigen Ausbaus der B12 zu unterstreichen. Zur Zeit läuft die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes, wobei die B12 in zwei Teilprojekten in den „2+2“ Ausbau angemeldet wurde. 

Landrätin Maria Rita Zinnecker lobte das Engagement und die Leistungen der Baufirmen während des heißen Sommers und hob durchgehende Bauarbeiten an Wochenenden hervor. Sie hofft durch die angekündigte Öffentlichkeitsbeteiligung auch auf eine Gewichtung der Bürgerstimmen. Durch den Ausbau wäre die Anbindung der Region über Buchloe an die Ballungsräume Augsburg und München besser. Die neue Gewerbeflächenstudie des Landkreises Ostallgäu zeige diese Frage als wichtiges Kriterium von Unternehmen für die Auswahl der Standorte. 

Positiv sei auch die Verwendung einer neuen, leiseren Asphaltschicht, die eine Geräuschminderung von fünf bis sechs Dezibel (dB) verspricht (eine Reduzierung um sechs dB wird vom menschlichen Gehör nahezu als Halbierung der Lautstärke empfunden; Anmerkung der Redaktion). 

Erster Bürgermeister von Marktoberdorf, Dr. Wolfgang Hell, bedankte sich für die leise und unspektakuläre Durchführung, trotz des notwendig gewordenen Umleitungsverkehrs. Das wurde auch von der Bevölkerung so mitgetragen, weil die Umleitungszeiten während der verkehrsärmeren Schulferien überschaubar waren, ergänzte Bernhard Dolp, erster Bürgermeister von Unterthingau.

von Wolfgang Krusche

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