Großes Engagement der Marktoberdorfer Rotarier

Über eine Million Euro Spenden

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Der Rotary Club Marktoberdorf feierte zusammen mit den Nachbarclubs sein 25-jähriges Jubiläum. Auf unserem Bild gratulieren von links nach rechts: Prof. Dr. Karl Thiere (Präsident RC Memmingen), Dr. Bernhard Felbinger (Präsident RC Oberstaufen), Daniel Höllisch (Präsident RC Pfronten-Nesselwang), Wolfgang Zasche (Präsident RC Kaufbeuren), Prof. Dr. Albert Gilg (Governor Rotary Distrikt 1841), Dr. Wolfgang Beinhorn (Vizepräsident RC Kaufbeuren-Ostallgäu), Gabriele Vogg (Assistent Governor Rotary Distrikt 1841), Dr. Joachim Klasen (Präsident RC Markt­oberdorf) und Bruno Fischle (Präsident RC Kempten).

Marktoberdorf – Seit dem Jahre 1992 ist der Rotary Club Marktoberdorf (RC) ein fester Bestandteil im öffentlichen Leben der Stadt Marktoberdorf und dem Ostallgäu. Vor 25 Jahren – am 16. März – wurde der Club seinerzeit gegründet. In all den zurückliegenden Jahren konnten die Marktoberdorfer Rotarier Spenden in einem Gesamtumfang von über einer Million Euro für viele regionale, überregionale und internationale Projekte vergeben. Und so war diese Veranstaltung der würdige Rahmen, zusammen mit Freunden und geladenen Gästen zu feiern und all den Spendern, Organisationen, Betrieben und Sponsoren Dank zu sagen.

Mit festlichen Klängen durch das Bläserensemble Marktoberdorf, unter der Leitung von Thomas Holderied, wurde die Jubiläumsfeier festlich eröffnet. In seiner Begrüßung konnte Dr. Joachim Klasen, Präsident des Rotary Clubs Marktoberdorf, zahlreiche Ehrengäste im gut besuchten „Richard-Wengenmeier-Saal“ der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf begrüßen. Neben den Präsidenten der umliegenden Rotary Clubs war auch der Governor des Rotary Distrikts 1841 Prof. Dr. Albert Gilg, der stellvertretende Landrat des Landkreises Ostallgäu Wolfgang Hannig, der Bürgermeister der Stadt Markt­oberdorf Dr. Wolfgang Hell, sowie eine Abordnung des Partnerclubs aus Hall in Tirol und vom Marktoberdorfer Lions Club anwesend.

In seinem Rückblick wies der Marktoberdorfer RC Präsident darauf hin, dass viele wichtige und finanziell unterstützte regionale Projekte mit Schulen und Kindern zusammenhängen. Aber auch die Gründung der „Lebensfreude“, einer Hilfseinrichtung für ältere vereinsamte oder an Demenz leidende Menschen, gehe auf eine Initiative des Clubs zurück. Darüber hinaus engagiert man sich aber auch international, wo neben Geld auch viel persönlicher Einsatz eingebracht werde. Hier nannte Präsident Dr. Klasen ein Aidshilfe-Projekt in Itete/Tansania, den Kinderhort und die Schule in Krushe é Vogel im Kosowo, sowie die große Aufgabe von Rotary International, die Kinderlähmung weltweit auszurotten. Dieses Mammutprojekt werde schon seit vielen Jahren vom Markt­oberdorfer Club unterstützt. Neben Spenden und Sponsorengeldern bemühe sich der RC Marktoberdorf mit entsprechenden Aktivitäten, wie Benefizkonzerten, einem jährlich stattfindenden Golfturnier, einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt und verschiedenen weiteren Veranstaltungen, das Spendenvolumen von circa 40.000 Euro pro Jahr auch weiterhin zu erreichen.

Prof. Dr. Albert Gilg, Governor des Rotary Distrikts 1841, überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Weltpräsidenten und dankte für das große Engagement der Marktoberdorfer Rotarier Familie. Auch der stellvertretende Landrat Wolfgang Hannig, sowie Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell zollten Anerkennung und Dank für die in den zurückliegenden 25 Jahren geleistete rotarische Arbeit. In einem von Dr. German Penzholz geführten „Gruß­interview“ mit den anwesenden Präsidenten der umliegenden Rotary Clubs ging es um neue Ziele, Ideen und verbesserte Zusammenarbeit.

Ein echtes Highlight war die musikalische Einlage der elfjährigen Clara Shen, die mit ihrer Violine in vielen berühmten Konzertsälen das Publikum begeistert und mehrfache Teilnehmerin an der „International Summer Academy Markt­oberdorf“ war. Der gespendete Beifall wollte kein Ende nehmen. Ein weiterer Höhepunkt war schließlich der Festvortrag von Prof. Dr. Michael Cranach, dem ehemaligen leitenden Ärztlichen Direktor des Bezirkskrankenhauses Kaufbeu­ren zum Thema „Die Anstalt schafft sich ab – wie verändere ich Institutionen“. Dabei erklärte der Festredner gleich zu Beginn seines Vortrags, dass er sein erklärtes großes Ziel, die völlige Abschaffung geschlossener Anstalten, leider nicht ganz geschafft habe. Trotzdem könne er aber mit einem gewissen Stolz sagen, dass es ihm gelungen sei, die Psychiatrie menschlicher zu machen und eine gewisse Reform einzuleiten. Damit sei eine Geschichte in Gang gesetzt worden, die hoffentlich noch weitergehe.

Nach dem musikalischen Ausklang durch das Bläserensemble Marktoberdorf ging es am gedeckten Buffet mit lebhaften Gesprächen weiter. Dabei standen – unübersehbar – Spendenkörbe bereit, die auch erfreulich zahlreich „genutzt“ wurden. Wie Dr. Joachim Klasen erklärte, soll der Erlös für ein musiktherapeutisches Angebot der „Lebensfreude“ in Marktoberdorf verwendet werden. Ein sicherlich lohnendes neues Projekt der Marktoberdorfer Rotarier Familie im Jubiläumsjahr.

von Klaus-Dieter Körber

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