Tänzelfestplatz-Schlägerei: Große Anteilnahme bei Trauergemeinde

Opfer beigesetzt

Unter großer Anteilnahme wurde am Freitag auf dem Städtischen Friedhof der 34-jährige Familienvater beerdigt, der nach einer Schlägerei auf dem Tänzelfestplatz an den Folgen seiner Verletzungen verstarb.

An der Russisch-Orthodoxen-Zeremonie nahmen neben der Familie auch Freunde, Arbeits- kollegen und Kaufbeurer Bürger teil.Die Familie wünschte sich eine „stille Feier“ und einen Gottesdienst in russisch-orthodoxer Form, erklärte Diakon Wolfgang Stock von der Dreifaltigkeitskirche. Er war es auch, der den Kontakt zum russisch-orthodoxen Erzpriester Nikolai Artemoff aus München herstellte.

 „Vater Nikolai“, so seine förmliche Anrede, „stimmte dem Anliegen sofort zu“, so Diakon Stock.Nach der Zeremonie schlossen sich noch zwei Redner an. Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse sprach von einer „gezielten Aggression“, zeigte sich fassungslos und auch wütend der Gewalttat gegenüber. „Ich wünsche mir, dass der Täter eine harte und gerechte Strafe erhält“, sagte Bosse, gleichzeitig mahnte er den Tod des Mitbürgers als Anlass zu nehmen die Kräfte des Miteinander und der Integration zu stärken.

Auch ein leitender Vertreter des Arbeitgebers des Opfers wandte sich an die Familie und beschrieb den 34-Jährigen als einen Mitarbeiter der mit Freude seine ihm gestellten Aufgaben erfüllte und zu jeder Zeit ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft zeigte. „Wir konnten uns immer auf ihn verlassen. Es war ein große Freude, ein Stück des Weges mit ihm zu gehen“. Oberbürgermeister Bosse betonte auf Nachfrage und der anhaltenden Diskussion, dass die Witwe sich nach dem tragischen Tod ihres Mannes ausdrücklich gegen die vorzeitige Beendigung des Tänzelfestes ausgesprochen habe. Auch das Abschlussfeuerwerk, sollte laut Bitte der Witwe, wie geplant stattfinden, so Bosse.
Von Jürgen H. Bertl

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