Nachhaltige Wohnbauprojekte geplant

35.000 Quadratmeter-Areal auf dem Afraberg an Investor verkauft

+
Endlich sei der richtige Mann gefunden, sagt Werner Sill (re.), Vorstand der Aktienbrauerei Kaufbeuren AG über den neuen Eigentümer des Geländes auf dem Afraberg. Es ist Florian Biasi (li.), der dort keinen geringeren Anspruch verwirklichen will, als "Heimat zu schaffen".

Kaufbeuren - Das Gelände der ehemaligen Rosen-, Schiffs- und Löwen-Brauerei auf dem Afraberg in Kaufbeuren wechselt den Besitzer. Neuer Eigentümer des rund 35.000 Quadratmeter großen Areals ist Florian Biasi, Gründer und Hauptgeschäftsführer der Panntum Projektentwicklungs GmbH in München, der ein nachhaltiges Wohn- und Lebensraumkonzept in Abstimmung mit der Stadt Kaufbeuren begleiten und umsetzen möchte.

Das Gelände östlich der Hohe Buchleuthe, auf dem sich auch die historische Zeppelinhalle befindet, ging im Zuge der Übernahme der Brauereien in den 90er Jahren an die Aktienbrauerei Kaufbeuren. Seit 2013 gehörte das weitläufige und exponierte Grundstück zum Bestand der Aktienbrauerei Kaufbeuren AG, die ausschließlich im Immobiliengeschäft tätig ist. Da das stadtnahe Gelände seit Jahren nicht genutzt wurde, habe es in der Vergangenheit immer wieder verschiedene Kaufinteressenten gegeben, wie Werner Sill, Vorstand der Aktienbrauerei Kaufbeuren AG bestätigte. Der "richtige Mann" sei aber erst jetzt auf den Plan getreten. "Uns war es wichtig, das Grundstück in Hände zu übergeben, die eine nachhaltige Entwicklung im Sinne und zum Wohl der Stadt Kaufbeuren anstreben. Das ist mit Florian Biasi und der Panntum Projektentwicklungs GmbH gegeben," versichert Sill. Er sei mit dem Verkauf an Biasi auch aus wirtschaftlicher Sicht sehr zufrieden und sehe die Zukunft des Areals, das unmittelbar an die Aktienbrauerei Kaufbeuren grenzt, sehr positiv.

Die Panntum Projektentwicklungs GmbH ist ein bayernweit agierendes Unternehmen, das über seine Partnernetzwerke auf langjährige Erfahrung in der Quartiersentwicklung zurückgreifen kann. "Uns ist wichtig, das Grundstück an die Bedürfnisse der Stadt und der Kaufbeurer Bürger anzupassen und beispielsweise einen barrierefreien Zugang von der Innenstadt zum Afraberg zu schaffen", sagt Florian Biasi. Erste Gespräche mit der Stadt und Oberbürgermeister Stefan Bosse hätten bereits stattgefunden, Ideen seien ausgetauscht worden. "Die Stadt und uns eint das Interesse, diesen Standort zeitnah und reibungslos zu entwickeln," fasst Florian Biasi zusammen.

Zunächst jedoch soll in mehreren Schritten die Planung eines ganzheitlich durchdachten Konzeptes angegangen werden. "Uns geht es nicht um das schnelle Geld", meint der Unternehmer. "Wir wollen auf diesem Areal Wohn- und Lebensräume langfristig entwickeln, an den Belangen verschiedener Generationen ausrichten und Heimat schaffen."

Florian Biasi – selbst junger Familienvater – möchte Mensch und Natur etwas zurückgeben. "Wir freuen uns auf dieses Projekt. Wir freuen uns, hier gestalterisch tätig zu werden, Begegnungs- und Aussichtsplätze zu schaffen und damit die Menschen an der Schönheit dieses brach liegenden Areals teilhaben zu lassen."

Auch interessant

Meistgelesen

Firma Eisen-Fendt investiert zehn Millionen Euro in Neubau
Firma Eisen-Fendt investiert zehn Millionen Euro in Neubau
Asphaltschicht an Allee in Marktoberdorf abtragen
Asphaltschicht an Allee in Marktoberdorf abtragen
Ein Brandner Kasper voller Kontraste
Ein Brandner Kasper voller Kontraste
Freiwilliges Soziales Schuljahr verdient mehr Zuspruch
Freiwilliges Soziales Schuljahr verdient mehr Zuspruch

Kommentare