Gemeinsam Großes bewirken

40 Jahre humedica: Feierliche Verabschiedung von Mitgründer Wolfgang Groß

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„Nur noch kurz die Welt retten“: So besang die humedica-Familie Wolfgang Groß im Rahmen der feierlichen Verabschiedung.

Kaufbeuren – Im Kreise zahlreicher humedica-Wegbegleiter und Gäste aus aller Welt feierte die Kaufbeurer Hilfsorganisation am Wochenende großes Jubiläum und verabschiedete Mitgründer Wolfgang Groß nach 40 Jahren humanitären Wirkens, die mit vielen herausfordernden wie emotionalen Momenten verbunden waren, in den Ruhestand. Der Festakt wurde von Soulklängen und Alphornbläsern musikalisch begleitet.

Groß dankte im Rahmen der feierlichen Verabschiedung allen Wegbegleitern: „Zusammen kann man weit gehen und viel bewirken“. Er griff die Grundwerte von humedica auf; den Glauben an die grenzenüberwindende Liebe Gottes, gelebte Nächstenliebe, Authentizität und den Mut zur Hilfe, teilte persönliche Anekdoten, erzählte von bewegenden, überraschenden, einschneidenden Ereignissen und Begegnungen, und von unvergesslichen Einsätzen.

Sein Erbe in guten Händen sah Groß bei den neuen Geschäftsführern Heinke Rauscher und Johannes Peter, und freute sich dementsprechend, den Stab an seine beiden Nachfolger an der humedica-Spitze übergeben zu können.

Wie Rauscher bekräftigte, ist es für die neue Spitze ein Anliegen, „das Erbe und die Werte von Wolfgang Groß weiterzuführen – mit Kontinuität und Innovation“. Ein Augenmerk liege auf der Stärkung der lokalen Partnerorganisationen und humedica-Schwestern, „um Menschen in Not weltweit gemeinsam noch schneller und besser helfen zu können“.

In diesem Sinne setzen sich 50 festangestellte Mitarbeiter, 300 Beschäftigte rund um den Globus und hunderte von Ehrenamtlichen für notleidende Menschen ein. Seit der Gründung 1979 hat die Hilfsorganisation aus Kaufbeu­ren in über 90 Ländern auf allen Kontinenten Menschen in Not geholfen.

In seinen Grußworten sprach Landtagsabgeordneter Franz Josef Pschierer von Wolfgang Groß als „unverwechselbares Original“; jemanden, der sein „Licht unter den Scheffel stellt“ und sich „um eine bessere Menschheit und bessere Welt bemüht“. Auch Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke hob die entschlossen gelebte Nächstenliebe hervor, die in der heutigen Gesellschaft „nicht selbstverständlich“ sei, und bezeichnete die weltweite Hilfe, die Menschen zusammenführe, als „Perle des Humanismus“. „Wenn alle so wären, würde unsere Welt besser dastehen“, lobte Bürgermeister Gerhard Bucher das Engagement des humedica-Mitgründers.

Auch weitere Stimmen von humedica-Partnern und bekannten Persönlichkeiten schlossen sich via Videobotschaft an und sprachen von Groß als einen „Macher mit Herz“, der sich mit Leidenschaft und Mitgefühl in der humanitären Hilfe einbringe.

Sichtlich gerührt zeigte sich Groß angesichts des überwältigenden Echos, Worten der Anerkennung und der vielen Unterstützer, und bedankte sich für die Möglichkeit, vier Jahrzehnte lang gemeinsam mit zahlreichen Mitarbeitern Menschen in Not zur Seite zu stehen.

von Mahi Kola

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