Festumzug beim 91. Freischießen in Obergünzburg bot wieder ein prächtiges Bild

Petrus hatte ein Einsehen

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Der Obergünzburger Jugendschützenkönig war einer der "Ehrengäste" im Festzug.

Obergünzburg – Obwohl das Wetter sich am vergangenen Sonntag eher regnerisch zeigte, wurde der Ortskern von Obergünzburg während des traditionellen Festumzugs zum Freischießen wieder Schauplatz eines farbenfrohen, beeindruckenden und nicht zuletzt zahlreich besuchten Festes.

Mit dem großen Festumzug hat das 91. Freischießen in der Marktgemeinde seinen Höhepunkt erreicht. 50 Gruppen, bestehend aus Schützengesellschaften, Musikkapellen und Trachtenvereinen zogen am Sonntag durch die Straßen und boten den Zuschauern, trotz der bescheidenen Witterungsverhältnisse, nicht nur ein prächtiges und farbenfrohes Bild, sondern auch reichlichen Genuss für die Ohren. 

Zunächst sah es so aus, als ob Petrus kein Einsehen mit den Festteilnehmern haben wollte – und vorhatte, es den prächtigen Sonnenblumen in den Kränzen zu überlassen, Farbe und Licht in das Fest zu bringen. Kurz nach dem Start des Festumzuges jedoch hatte er es sich aber wohl „anders überlegt“ und die „Schleusen“ vorübergehend geschlossen. 1.500 Teilnehmer waren es laut Schützenmeister und Moderator Wolfgang Heinold, die den beiden Obergünzburger Schützenvereinen Guntia und Feuerschützen in diesem Jahr die Ehre gaben. Neben 30 Schützenvereinen waren 14 Musikkapellen und mehrere Trachtengruppen mit von der Partie. Auch die regionale Politprominenz mit Landrat Johann Fleschhut, den Abgeordneten Stephan Stracke (MdB), Angelika Schorer und Bernhard Pohl (beide MdL) zeigte Vertrauen zu Petrus und nahm im offenen blumengeschmückten „Landauer“ am Festumzug teil. 

Mit dem vierspännigen Prunkwagen der Kaufbeurener Aktienbrauerei boten die Veranstalter den Zuschauern ein besonderes Schmankerl, wenngleich sich der Durst während des Umzuges wohl in Grenzen gehalten haben dürfte – es war auch so schon „feucht“ genug. Wie es sich für ein Schützenfest gehört, waren es die Schützenköniginnen und Könige, die unter ihren liebevoll gebundenen Blumenkränzen den Festumzug zu einem Augenschmaus machten. 

Auch wenn mit dem Festumzug bereits ein herausragender Teil des insgesamt zehntägigen Festes stattgefunden hat, so geht es in den kommenden Tagen doch in erster Linie um das, was das Obergünzburger Freischießen eigentlich ausmacht. Etwa 400 teilnehmende Schützen kämpfen bis kommenden Sonntagmittag um Ehre – und die ausgelobten Preisgelder. Für Entspannung zwischen den Schießzeiten sorgen die abendlichen Veranstaltungen im Festzelt auf der Rösslewiese. Nach dem Gedenkgottesdienst und der Preisverleihung heißt es dann wieder: „Nach dem Freischießen ist vor dem Freischießen“ – im kommenden Jahr dann allerdings unter der Leitung der Obergünzburger „Feuerschützen“. von Klaus Bauer

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